Diego Benaglio: «Wir feiern erst, wenn das Ziel erreicht ist»
Aktualisiert

Diego Benaglio«Wir feiern erst, wenn das Ziel erreicht ist»

Nach dem 1:0 gegen Spanien blieben
die Verantwortlichen vor allem eines: mit den Füssen auf dem Boden.

von
Sandro Compagno
Durban
Auch Sergio Ramos (l.) konnte den starken Schweizer Natigoalie Diego Benaglio nicht bezwingen. (AP)

Auch Sergio Ramos (l.) konnte den starken Schweizer Natigoalie Diego Benaglio nicht bezwingen. (AP)

Allen voran der Chef. «Das schwierigere Spiel kommt erst noch. Gegen Chile wird es noch schwerer», stellte Ottmar Hitzfeld klar. Und dann sagte er noch, dass es «Weltklasse» war, wie sein Goalie Diego Benaglio gehalten habe. Der so Gelobte kommentierte in seiner gewohnt coolen Art: «Schön, dass ich ­einen kleinen Beitrag leisten konnte.» Aber es sei ein Sieg der Mannschaft gewesen. «Und wir feiern erst, wenn wir unser Ziel erreicht haben.»

«Ein fast perfektes Spiel», sah Aussenverteidiger Stephan Lichtsteiner. «Wir liessen die Spanier dort spielen, wo es nicht gefährlich ist. Und wenn sie in die Gefahrenzone kamen, haben wir sie abgebissen.» 66 Prozent Ballbesitz hatten die Spanier – zumeist weit weg vom Schweizer Tor.

Zu euphorischen Aussagen nach diesem historischen, ersten Sieg im 19. Duell mit Europameister Spanien liess sich kein Akteur verleiten. Nicht Captain Gökhan Inler: «Wir haben noch zwei Gruppenspiele vor uns und somit noch nichts erreicht.» Nicht Steve von Bergen: «Wir müssen jetzt kühlen Kopf bewahren.» Nicht Stéphane Grichting: «Wir haben nicht die Qualität der Spanier. Aber wir haben unsere Schwächen mit grossem Herzen wettgemacht.» Einem quoll das Herz fast über vor Stolz – Torschütze Gelson Fernandes: «Es war nicht das schönste Tor meiner Karriere. Ich bin stolz für die Mannschaft und für unser Land. Spanien war die stärkste Mannschaft, gegen die ich jemals gespielt habe.» Und die Schweiz war gestern besser!

Deine Meinung