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Winterthurer Band Messina«Wir feierten Silvester in Corona-Isolation – mit Pingpong und Prosecco»

Die Indie-Band Messina befand sich zum Release ihrer neuen Single «Capri Song» in der Corona-Isolation in ihrer WG in Winterthur. Sänger Raphael Weidmann hatte trotzdem Spass.

von
Melanie Biedermann

Darum gehts

  • Die Winterthurer Indie-Band Messina veröffentlichte am 1. Januar die Single «Capri Song».

  • In den Lyrics besprechen die vier Männer ihr Verhältnis zum Konsum sowie den Kater danach.

  • Weil der Song die Sache aber nicht im Detail erklärt, haben wir bei Sänger Raphael Weidmann nachgefragt.

Raphael, wie hast du Silvester gefeiert? Mit Kater?

Drummer Gian und ich hatten Corona und waren in Isolation mit unserem Mitbewohner. Mit mehreren Videocalls gleichzeitig, Pingpong auf dem Balkontisch, Prosecco-Duschen und Freunden vor dem Fenster gabs aber doch ein ziemliches Fest. Und ja, auch einen Kater am Releasetag.

Wie war der Releasetag?

Ziemlich cool! Freunde schickten uns Videos, wie sie als erstes im neuen Jahr den Song hörten. Der Song wurde auch visuell umgesetzt: von Sebastiaan Cator als Animationsvideo und von Corinne Jolliet und Tobias Garcia als Installation mit Gelatine, Spiegeln und Rosen. Das zu sehen und zu teilen macht richtig Spass!

Im Pressesheet sprecht ihr vom Corona-bedingten Konsumkater. Was meint ihr damit?

Wir hatten das Gefühl, dass uns die Pandemie aus dem Strudel von Unterwegs-Sein, Ausgehen und Sich-Selbst-Inszenieren – die Themen im «Capri Song» – herausgeholt und uns Zeit für den vor der Pandemie angestauten Konsumkater gegeben hat.

Will heissen?

Plötzlich wurden Aprikosenbäume gepflanzt oder Berge bestiegen statt getrunken, um den Kater vom Vorabend zu vertreiben. Das sehen wir als positive Auswirkung der aktuell sehr schwierigen Situation.

Messina (hier in der 2020er Sonne) wollen nach der Zwangspause im neuen Jahr ein Debütalbum veröffentlichen und «möglichst viele Chancen für Konzerte finden».

Messina (hier in der 2020er Sonne) wollen nach der Zwangspause im neuen Jahr ein Debütalbum veröffentlichen und «möglichst viele Chancen für Konzerte finden».

Andrin Fretz

Später dieses Jahr wollt ihr ein Debütalbum veröffentlichen, das sich mit Widersprüchen beschäftigt. Was ist der grösste Widerspruch an oder in euch?

Der grösste Widerspruch im Leben der Messina-Mitglieder ist wohl, dass wir vieles besser wüssten, als wir es schliesslich umsetzen. Sei es beim Social Distancing, beim Trinken, Ghosting beim Daten, dem Kurzstrecken-Fliegen oder dem Fleischessen.

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