Aktualisiert 26.04.2020 17:11

Rückkehr aus dem Lockdown

«Wir freuen uns, endlich wieder zu arbeiten»

Am Montag darf Ajkune Ahmetaj ihren Coiffeursalon wiedereröffnen. Die Hygienevorschriften sind streng – auch Fiebermessen ist vorgesehen.

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les
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Ajkune Ahmetaj und ihre Mitarbeiterinnen freuen sich, ihren Kundinnen ab Montag endlich wieder die Haare zu schneiden und färben.

Ajkune Ahmetaj und ihre Mitarbeiterinnen freuen sich, ihren Kundinnen ab Montag endlich wieder die Haare zu schneiden und färben.

Auch die Kundinnen können es kaum erwarten: «Nach dem Bundesratsentscheid, dass die Coiffeure am 27. April wieder öffnen dürfen, hat das Telefon ununterbrochen geklingelt», so Geschäftsinhaberin Ahmetaj.

Auch die Kundinnen können es kaum erwarten: «Nach dem Bundesratsentscheid, dass die Coiffeure am 27. April wieder öffnen dürfen, hat das Telefon ununterbrochen geklingelt», so Geschäftsinhaberin Ahmetaj.

Für die Mitarbeiterinnen und Kundinnen ist es künftig Pflicht, eine Schutzmaske zu tragen.

Für die Mitarbeiterinnen und Kundinnen ist es künftig Pflicht, eine Schutzmaske zu tragen.

Bei Ajkune Ahmetaj ist die Freude gross, das gleichnamige Coiffeurgeschäft in Gränichen AG endlich wiedereröffnen zu dürfen: «Meine Mitarbeiterinnen freuen sich sogar, nach so langer Zeit wieder zu arbeiten.» Auch die Kundinnen können es kaum erwarten, endlich wieder die Haare schneiden und färben zu lassen: «Nach dem Bundesratsentscheid, dass die Coiffeure am 27. April wieder öffnen dürfen, hat das Telefon ununterbrochen geklingelt», so Ahmetaj. 90 Prozent aller Kundinnen hätten in der ersten Woche der Wiedereröffnung einen Termin reservieren wollen.

Doch lange konnte Ahmetaj gar keine Kundschaft annehmen, da für sie unklar war, wie das Schutzkonzept genau aussehen wird. Erst am Freitag habe der Schweizer Coiffeurverband das Konzept vorgestellt. Konkret sieht das bei Coiffeur Ajkune künftig so aus: Für Kundinnen und Mitarbeiterinnen ist es Pflicht, eine Schutzmaske zu tragen. Die Coiffeusen tragen alle Handschuhe, für die Kundinnen ist es freiwillig. Auch wird Desinfektionsmittel wird zur Verfügung gestellt, für die Kundinnen werden nur noch Einwegmäntel verwendet.

«Gesundheit geht vor»

Wenn eine Kundin krank ist, muss sie den Termin absagen. Zusätzlich misst Ahmetaj bei allen Kundinnen die Temperatur. Wenn jemand Fieber hat, wird sie nach Hause geschickt. Sicherheit ist Ahmetaj sehr wichtig, auch weil beim Haareschneiden die Abstandsregelung nicht eingehalten werden kann. Für die nächsten Wochen wird sie nur noch halb so viele Kundinnen annehmen wie normalerweise: «Nur so können wir genügend Abstand zwischen den Kundinnen garantieren. Auch braucht es Zeit, nach jedem Gebrauch die Arbeitsinstrumente zu desinfizieren.»

Für Ahmetaj ist der Weg aus dem Lockdown mit finanziellem Mehraufwand verbunden. Sie will die Kosten aber nicht auf ihre Kundinnen abwälzen. Das heisst, dass sie nach dem Lockdown zumindest zeitweise weniger verdienen wird: «Mein Verdienst wird etwa um die Hälfte geringer sein als vor Corona-Zeiten. Aber ich komme damit durch.» Sie sei froh, dass sie für ihre Mitarbeiterinnen Kurzarbeit beantragen konnte. Eine Zukunftsprognose wagt sie noch nicht: «Die Situation ist für uns alle neu. Wir werden Schritt für Schritt weitersehen.»

20 Minuten berichtet am Montag live von den Wiedereröffnungen.

Trotz den finanziellen Einbussen findet Ahmetaj den Entscheid rückblickend richtig, Coiffeurgeschäfte zu schliessen: «Ich habe Kundinnen aus der ganzen Schweiz. Hätten wir weiter offen gehabt, hätten sich alle angesteckt und es wäre noch schlimmer geworden.» Deshalb will sie die Hygienemassnahmen auch bis im September aufrechterhalten: «Die Gesundheit geht vor, Wirtschaft hin oder her.»

Bei der Rückkehr live dabei

Am Montag kommt es – sechs Wochen nach dem Lockdown – zu einer Teilöffnung. Coiffeure, Kosmetikstudios, Massagesalons, Zahnarztpraxen, Tätowierer sowie Garten- und Baucenter dürfen wieder Kunden empfangen. 20 Minuten berichtet mit Sondersendungen live von dieser ersten Rückkehr aus dem Lockdown. Schau rein oder komm gleich selber vorbei. Dies um 9.00, 12.00 und 17.30 Uhr beim Bauhaus in Schlieren (ZH), 9.00 und 12.00 beim McDonalds in Burgdorf (BE) und 17.30 beim Coiffeur Aerni in Bern.

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