Stolze St. Galler: «Wir gehören da hin, wo wir in der Tabelle stehen»
Aktualisiert

Stolze St. Galler«Wir gehören da hin, wo wir in der Tabelle stehen»

St. Gallen gewinnt in Unterzahl gegen Thun 1:0. Trainer Jeff Saibene spricht danach vom wohl schönsten Sieg seiner bisherigen Zeit in der Ostschweiz.

von
Eva Tedesco

Über 14'000 Zuschauer sahen sich am Sonntagnachmittag die Neuauflage des Cup-Achtelfinals zwischen den Espen und Thun in der AFG Arena an und am Schluss hielt es keinen mehr auf seinem Sitz. Der FC St. Gallen spielte nach dem Platzverweis gegen Everton ab der 28. Minute in Unterzahl, machte aber trotz einem Mann weniger mehr. Viel mehr. «In erster Linie galt es, dass wir uns bis in die Pause retten», sagte Saibene. «In der Pause waren wir uns alle einig: Mit Leidenschaft und Biss können wir das Spiel trotzdem gewinnen. Davon war ich zu hundert Prozent überzeugt.»

Das Publikum in der Ostschweiz, seine Emotionen machten das Spiel zu einem speziellen Moment. Saibene: «Wenn das Publikum die Truppe kämpfen sieht, springt der Funke über.» Am Ende habe seine Mannschaft verdient gewonnen, denn einen Penalty provozieren könne man schliesslich nur, wenn man in den Strafraum des Gegners vordringt. «Es war einer der schönsten Siege, seit ich in St. Gallen bin», so der Luxemburger. Die Ostschweizer machten den Mann weniger mit Lauffreude und Leidenschaft wett und wurden dafür mit dem siebten Saisonsieg belohnt.

Wieder Roberto Rodriguez

Den Siegtreffer erzielte Roberto Rodriguez (67.) vom Penaltypunkt aus. Alexander Gonzalez hatte Mickaël Facchinetti im Strafraum dumm zu Fall gebracht wird. Schon wieder Rodriguez und schon wieder ein Einwechselspieler. Der ältere Bruder von Nati-Verteidiger Ricardo Rodriguez hatte bereits am letzten Mittwoch (2:1) gegen die Berner Oberländer den Siegestreffer erzielt. Und auch im Cup-Achtelfinal kam Rodriguez von der Bank, wie auch Goran Karanovic beim 1:1 gegen den FCZ vor einer Woche.

«Ich bin in erster Linie unglaublich happy, dass ich der Mannschaft wieder helfen konnte», so der ältere Bruder von Nati-Verteidiger Ricardo Rodriguez. «Es ist sehr positiv, dass wir von der Bank her immer noch nachlegen können und das zeichnet uns auch aus», sagt Albert Bunjaku. Der Captain der Espen zeigte eine starke Leistung gegen Thun. «Man hat gesehen, dass wir ein gutes Team sind und zurecht da hingehören, wo wir derzeit in der Tabelle stehen», so der ehemalige Bundesliga-Stürmer.

Und das ist nach 14 Runden der laufenden Meisterschaft Platz 3. Lediglich zwei Punkte hinter dem FCZ und vier hinter dem Leader aus Basel, dem man in der Vorrunde sechs Punkte abgeknöpft hat.

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