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Kovac nach Sieg in Zürich«Wir haben als Kollektiv überzeugt»

Im Januar 2013 wechselte Radoslav Kovac vom FC Basel zu Slovan Liberec. Seine Rückkehr in die Schweiz hat der 33-jährige Innenverteidiger in vollen Zügen genossen.

von
Eva Tedesco

Slovan Liberec eliminiert den FC Zürich und feiert in den Katakomben. Danach äussert sich Radoslav Kovac, ehemals beim FCB und jetzt Captain der Tschechen, zum Spiel. (Video: 20 Minuten)

Eine Stunde lang war Slovan Liberec gegen den FCZ chancenlos und lag seit der 17. Spielminute 0:1 im Rückstand. Am Ende waren die Tschechen – wie auch schon im Hinspiel – der glückliche Gewinner und qualifizierten sich für die nächste Runde, während der FCZ als erste Schweizer Mannschaft aus der diesjährigen Europacup-Kampagne ausgeschieden ist.

Nach dem Schlusspfiff liessen es die Tschechen krachen und feierten den Einzug in die Playoffs dermassen lautstark, dass die Wände in den Letzigrund-Katakomben fast bebten. Lachend und in bester Laune schlenderte Radoslav Kovac in die Interview-Zone und fand Zeit für ein Schwätzchen mit den Schweizer Medienschaffenden, die er aus seinen eineinhalb Saisons beim FCB kennt.

Kämpfen bis am Schluss

«Wir sind unglaublich glücklich über den Sieg, denn wir haben von der Qualität des FC Zürich gewusst», so der 33-jährige Innenverteidiger. «Der Schlüssel zum Erfolg lag, glaube ich, im Zusammenhalt unserer Mannschaft. Unsere Mannschaft hat einen unglaublichen Charakter und kämpft in jedem Spiel über 95 Minuten. Der FCZ hat sehr viele interessante, schnelle und technisch starke Spieler in seinen Reihen, besonders in der Offensive. Der Trainer der Zürcher hat einen guten Job gemacht, aber sie haben meiner Meinung nach zu individuell gespielt. Wir hingegen haben als Kollektiv überzeugt. Wir haben weniger gute Individualisten, ein wesentlich kleineres Budget, aber wir haben viel Charakter in der Mannschaft, und wie gesagt – wir kämpfen immer bis zum Schluss.»

Wie weit es Liberec in der diesjährigen Europa League noch bringen kann, weiss Kovac nicht. Man wolle erst die Auslosung am Freitag in Nyon abwarten und dann in den Playoffs gegen den nächsten Gegner mit den gleichen Mitteln wie gegen den FCZ versuchen zu bestehen. «Wir werden wieder kämpfen.»

Kovac: «Ich liebe dieses Land»

Kovac genoss den Auftritt in Zürich und vor allem die Rückkehr in die Schweiz. «Da sind so viele Erinnerungen, speziell an den FC Basel. Ich vermisse die Jungs. Insbesondere Yann Sommer, Pippi Streller und auch Stocki (Valentin Stocker, Anm. d. Red.). Aber ich vermisse auch die Schweiz, denn ich liebe dieses Land.» Die Kontakte nach Basel seien deshalb nie abgerissen.

Noch immer verfolgt Kovac die Resultate des FC Basel. «Und natürlich habe ich noch Kontakt zu ehemaligen Kollegen wie Yann und Pippi», sagte er und ging rasch zum Auslaufen. Denn das Zürcher Nachtleben wartete auf ihn und seine Mannschaftskollegen. Nach dem Erfolg gegen den FCZ erhielten die tschechischen Spieler die Erlaubnis, feiern zu gehen.

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