23.06.2020 05:21

Berset weist Kritik zurück

«Wir haben das Notwendige getan»

In einem Interview hat sich Alain Berset zu seiner Arbeit während der Coronakrise geäussert. Er verteidigt sich gegenüber den Kritikern.

von
Sven Forster
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9. Juli
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Der Bund hat zu Beginn der Corona-Krise Masken aus alten Beständen abgegeben. Diese ruft er zurück wegen Pilzbefall.

Keystone
9. Juli
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Das BAG meldet am Donnerstag 88 neue Infektionen.

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8. Juli
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Keystone

Darum gehts

  • Alain Berset weist Kritik an seiner Arbeit zurück
  • Er prüfe jedoch, ob es Verbesserungspotenzial gebe
  • Man habe allerdings das Notwendige getan

SP-Bundesrat und Gesundheitsminister Alain Berset hat Kritik bezüglich seiner Arbeit während der Coronavirus-Pandemie zurückgewiesen. Es sei nicht richtig, von einer mangelnden Vorbereitung der Schweiz zu sprechen.

Dies sagte er den Zeitungen «La Liberté» und «Le Nouvelliste» vom Dienstag. «Wir haben das Notwendige getan», verteidigte sich Berset. So sei etwa gleich zu Beginn die Coronavirus-Taskforce des Bundes eingesetzt worden. «Das System war bereit.» Aber Tests konnten zum Beispiel erst durchgeführt werden, wenn man mehr über das Virus gewusst hatte; dann wollten die Tests aber alle gleichzeitig haben. Ausserdem wüsste man heute schon deutlich mehr über das Coronavirus als zu Beginn der Krise, sagte er.

Korrekturen an Pandemieplan

Eine Situation wie Ende Februar beziehungsweise Anfang März sollte allerdings in der Schweiz nicht wieder vorkommen, hiess es weiter. Berset zeigte sich zudem optimistisch, dass die Entwicklungen weiterhin positiv verliefen. Es brauche am Ende allerdings einen Impfstoff, quasi als Bestätigung, dass man die Coronavirus-Krise vollkommen in den Griff bekommen habe, sagte er.

Bei allem Lob räumte Berset gegenüber den Zeitungen allerdings auch ein, dass es durchaus Verbesserungspotenzial gebe. So prüfe sein Departement derzeit den Pandemieplan mit allen Beteiligten auf Korrekturen, führte der SP-Bundesrat weiter aus.

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