Ex-NHL-Stars bei den ZSC Lions - «Wir haben die Mannschaft, um uns die Meisterschaft als Ziel zu setzen»
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Ex-NHL-Stars bei den ZSC Lions«Wir haben die Mannschaft, um uns die Meisterschaft als Ziel zu setzen»

Am Dienstag startet die neue National-League-Saison. Mit den beiden Königstransfers Denis Malgin und Yannick Weber unterstreichen die ZSC Lions ihre hohen Ambitionen.

von
Florian Gnägi
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Ist heiss auf die neue Herausforderung bei den ZSC Lions: Yannick Weber.

Ist heiss auf die neue Herausforderung bei den ZSC Lions: Yannick Weber.

Claudio Thoma/freshfocus
26.07.2021; Zuerich; Eishockey National League - Trainingsstart der ZSC Lions, Yannick Weber (ZSC) ;
(Claudio Thoma/freshfocus)

26.07.2021; Zuerich; Eishockey National League - Trainingsstart der ZSC Lions, Yannick Weber (ZSC) ;
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Claudio Thoma/freshfocus

Denis Malgin spielte letzte Saison noch mit Lausanne gegen die Lions, nun trägt er das ZSC-Leibchen.


Denis Malgin spielte letzte Saison noch mit Lausanne gegen die Lions, nun trägt er das ZSC-Leibchen.

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Darum gehts

  • Am Dienstag startet in der höchsten Schweizer Eishockey-Liga die neue Saison.

  • Die ZSC Lions dürften dabei nach einigen Transfer-Coups zum erweiterten Favoritenkreis zählen.

  • Die Ex-NHL-Stars Yannick Weber und Denis Malgin freuen sich auf ihre neue Aufgabe in Zürich.

Am Dienstag geht es wieder los mit der National League. Die ZSC Lions steigen dabei mit grossen Ambitionen in die neue Saison, was die Zürcher mit mehreren hochdekorierten Transfercoups unterstreichen. Besonders hervor stechen dabei die Verpflichtungen der beiden Schweizer NHL-Rückkehrer Yannick Weber und Denis Malgin.

«Ich habe überlegt, was der beste Schritt für meine Karriere ist und denke, dass der ZSC für meine weitere Ausbildung nun genau richtig ist», sagt Malgin, der als echtes Zürcher Eigengewächs den Club natürlich bestens kennt und beim Team von Rikard Grönborg wenig Eingewöhnungszeit brauchen dürfte.

«Ich bin in Zürich aufgewachsen, habe die Juniorenzeit hier verbracht, das hat sicher eine grosse Rolle gespielt, dass ich hierhin zurückkam», so der 24-Jährige. Angesprochen auf mögliche Zürcher Meisterträume antwortet Malgin zwar eher floskelhaft und meint: «Ich schaue nicht zu weit nach vorne und nehme Spiel für Spiel». Andererseits streitet auch der frühere NHL-Crack nicht ab, dass man beim ZSC wohl zum erweiterten Kreis der Titelkandidaten zählt.

«Man fühlt sich schnell wie eine Familie»

Im Gegensatz zu Malgin, der neben seiner ersten Zeit bei den Lions auch in der letzten Saison bei seinem leihweisen Engagement für den HC Lausanne auflief, ist die höchste Schweizer Eishockeyliga für Yannick Weber Neuland. Der Berner verliess die Schweiz schon als Jugendlicher und kehrt nun nach 14 Jahren in Übersee zurück. Über 500 NHL-Partien hat er für die Montréal Canadiens, Vancouver Canucks, die Nashville Predators und die Pittsburgh Penguins bestritten – und formuliert die Ziele etwas konkreter als Malgin: «Wir haben die Mannschaft dazu, wir haben die Organisation dazu und wir haben auch die nötige Erfahrung im Team, dass man sich solche hohe Ziele wie die Meisterschaft stecken kann. Aber wir wissen, dass dafür zuerst Arbeit abgeliefert werden muss.»

Weber betont, dass er sich in den letzten Wochen gut eingelebt habe in Zürich. «Es geht relativ schnell, dass man sich wie eine Familie fühlt», so Weber. Zwischen der besten Eishockeyliga der Welt und derjenigen der Schweiz gäbe es schon ein paar Unterschiede, meint der 32-jährige Verteidiger. «Das Eisfeld ist in Nordamerika kleiner, das nimmt einem Zeit weg und macht das ganze physischer. Man hat kaum Zeit zum Überlegen. Zudem spielt man in der NHL gegen die besten Spieler der Welt. Das ist sicher ein bisschen anders hier auf dem grösseren Eisfeld, obwohl es vom Tempo her auch hier ein sehr schnelles Hockey ist und eine sehr gute Liga.»

«Ich kann mit grossem Stolz auf meine Karriere zurückschauen»

Weber wechselte erst im Januar 2021 als Free Agent zu den Pittsburgh Penguins, bestritt dort aber nur zwei Partien, ehe er sich im Juni 2021 zu einer Rückkehr in seine Schweizer Heimat entschloss. «Ich kann nun mit 32 Jahren sagen, dass ich das erreichte, was ich erreichen wollte. Nun ist der Zeitpunkt für etwas Neues. Ich habe das Privileg in die Schweiz zurückzukommen und das Ende meiner Karriere zuhause in einer super Liga und einem guten Team zu verbringen mit meiner Familie. Das ist sicher eine gute Option. Ich kann mit grossem Stolz auf meine Karriere zurückschauen und freue mich auf das, was jetzt noch kommt».

Los geht es für Weber und Co. am Dienstag gleich mit dem Heimspiel gegen Servette. Mit den Genfern haben die Lions noch eine Rechnung offen, da sie just gegen diesen Gegner in der vergangenen Saison im Playoff-Halbfinal ausschieden.

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