NHL-Spieler Janis Moser: «Wir haben dumm gespielt» – nun folgt der Hockey-Kracher gegen Deutschland
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NHL-Spieler Janis Moser«Wir haben dumm gespielt» – nun folgt der Hockey-Kracher gegen Deutschland

Gegen Frankreich spielte die Nati ein erstes Drittel zum Vergessen und gewann das Spiel dennoch. Als nächstes steht die Partie gegen den Erzrivalen an. 

von
Adrian Hunziker

Kukan markiert mit dem 4:2 gegen Frankreich die Entscheidung. 

SRF

Darum gehts

Was war denn das? Das fragten sich wohl viele nach dem ersten Drittel gegen Frankreich, das die Schweiz 0:2 verlor. Dank Goalie Reto Berra, der einen Penalty entschärfte, sah das Verdikt für die Nati gegen den Aussenseiter nicht noch schlimmer aus. «Wir hatten zu wenig Speed, die Pässe sind nicht angekommen, mit den Turnovers gaben wir ihnen Chancen, wir haben es ihnen einfach gemacht», bilanzierte Pius Suter. Und Janis Moser ergänzte: «Das erste Drittel war schlecht, wir haben dumm gespielt, sind etwas nonchalant in den Match gegangen.»

In der ersten Drittelspause hätte das ganze Team gewusst, dass es so nicht weitergehen könne und dass man sich steigern müsse. «Wir haben einen Weg gefunden», sagte Suter, NHL-Stürmer der Detroit Red Wings. Und wie sie einen Weg gefunden hatten, das Mitteldrittel entschieden die Schweizer 3:0 für sich. Moser schaute zurück und meinte: «Wenigstens sind wir zu Beginn des Mitteldrittels verwandelt rausgekommen und haben das Spiel in die richtige Bahn leiten können.» Es resultierte ein 5:2-Erfolg, der sechste Sieg im sechsten Spiel

Janis Moser ist bereit für die Schlacht gegen Deutschland. 

Janis Moser ist bereit für die Schlacht gegen Deutschland. 

Urs Lindt/freshfocus

Gegen Deutschland muss man nicht motiviert werden

Der NHL-Verteidiger der Arizona Coyotes fand, sie seien nach dem gloriosen Kanada-Sieg nicht verunsichert gewesen, «aber die Emotionen kochten halt hoch, man hatte das Gefühl, alles ist super, alles ist cool. Man ist in einer kleinen Euphorie. Dann ist es schwierig, gegen die vermeintlich schwächeren Gegner seinen Job zu machen». Es spricht aber für das Team von Trainer Patrick Fischer, dass es immer kämpft und dass es imstande ist nach einem verschlafenen Drittel mental den Schalter umzulegen und zwei Drittel zu dominieren. 

Am Montag haben die Schweizer spielfrei, am Dienstag geht es gegen Erzrivale Deutschland – ohne Stürmer Tristan Scherwey, der den Rest des Turniers wegen eines Fussbruchs verpasst. Gegen die Deutschen geht es nicht nur um den Gruppensieg, sondern auch ums Prestige. «Da muss man nicht motiviert werden, niemand hat vergessen, was das letzte Mal passierte (die Nati verlor an der WM 2021 im Viertelfinal, weil die Deutschen in der letzten Minute ausglichen und in der Verlängerung siegten, Red.).»

Moser meinte, gegen Deutschland müsse man immer bereit sein für eine Schlacht. «Die Deutschen spielen physisch, blocken Schüsse und kämpfen, dafür müssen wir bereit sein.» Dass die Schweizer kämpfen können, haben sie gegen Frankreich gezeigt – sie sind bereit für eine weitere Schlacht.

Der Schweizer WM-Spielplan

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