Renato Steffen: «Wir haben es verbockt»
Aktualisiert

Renato Steffen«Wir haben es verbockt»

Der Frust nach dem 1:2 gegen ZSKA Moskau sitzt tief bei FCB-Flügel Renato Steffen und seinen Kollegen. Aber: Noch ist nichts verloren.

von
E. Tedesco
Basel

Das sagt FCB-Profi Renato Steffen nach der 1:2-Niederlage gegen ZSKA in der Champions League und über eine verpasste Chance. (Video: 20 Minuten)

Manchester United tritt mit viel Lust in Basel gegen den FCB an, sichert sich die Achtelfinal-Teilnahme, reist dann lustlos nach Moskau und verliert. Benfica ist nach der 0:5-Pleite in Basel immer noch beleidigt und schlägt gegen Rotblau im letzten Spiel in Lissabon zurück. Ergo: Moskau steht in der K.-o.-Runde. Das war die Rechnung von ZSKA-Coach Viktor Gontscharenko. «Was?! Das verstehe ich nicht», sagte Raphael Wicky belustigt an der Medienkonferenz nach dem Spiel. Aber egal, denn der FCB-Trainer hat seine eigene Ansicht zur Ausgangslage für die ausstehenden zwei Spieltage in der CL-Gruppenphase.

«Die Ausgangslage ist immer noch gut», so der Walliser nach dem 1:2 im Rückspiel zu Hause gegen ZSKA Moskau. «Wir waren in der Halbzeit ganz nah an unserem Ziel. Schade, dass wir den Schritt nicht zu Ende machen konnten, aber ich glaube fest daran, dass wir es noch schaffen.»

«Das macht man ja nicht absichtlich»

FCB-Trainer Raphael Wicky analysiert die 1:2-Niederlage gegen den ZSKA Moskau in der Champions League. (Video: 20 Minuten)

FCB-Trainer Raphael Wicky glaubt noch an den Achtelfinal-Einzug. (Video: 20 Minuten)

Spiel und Sieg aus der Hand gegeben

1:0 führte der FCB zur Pause und zeitgleich lag ManUnited 1:0 gegen Benfica Lissabon vorne. Das war bereits die halbe Miete für den Achtelfinaleinzug. Aber eben nur die halbe Miete. Nach der Pause drehten die Moskauer auf und der FCB gab das Spiel und den Sieg noch aus den Händen. «Wir waren sicher nicht zu euphorisch nach der sehr guten Halbzeit. Wir wurde zu weit hinten reingedrückt, konnten selber keinen Druck auf den Gegner ausüben und irgendwann konnten wir die Räume nicht mehr schliessen», sagte Renato Steffen.

Es hätten sich viele kleine Fehler eingeschlichen. Das Selbstvertrauen, das man vor der Pause hatte, ging ein wenig weg und dann hätten die Zahnrädchen – im negativen – angefangen ineinanderzugreifen. «Wir haben es heute nicht geschafft, uns als Mannschaft da rauszukämpfen und die hervorragende Ausgangslage selber verbockt», so Steffen weiter.

FC Basel verliert gegen ZSKA Moskau

(Video: Tamedia/SRF)

Der Match in Kurzform. (Video: Tamedia/SRF)

«Dsagojew hat den Unterschied ausgemacht»

«Die Enttäuschung ist nach dieser verpassten Chance im Moment riesig», sagte auch Torschütze Luca Zuffi. Man sei auf den russischen Star Alan Dsagojew, der den FCB in der zweiten Halbzeit nach Belieben durcheinandergeschüttelt hatte, eingestellt gewesen. Aber man wisse halt nie, wie er drauf sei. «Er hat den Unterschied ausgemacht. Dennoch: Man darf nicht vergessen, dass war nach wie vor gute Chancen haben, uns zu qualifizieren. Wir sind gleichauf mit Moskau, und wer in den nächsten zwei Spielen mehr Punkte holt, ist weiter», rechnete Zuffi vor.

«Wir haben eine riesige Chance verpasst»

Trotz erstem Champions-League-Treffer der Saison überwiegt bei Luca Zuffi die Enttäuschung. (Video: 20 Minuten)

Luca Zuffi nach der 1:2-Pleite gegen Moskau. (Video: 20 Minuten)

Auch Steffen fügte an: «Es hätte uns zu Beginn niemand zugetraut, dass wir Benfica schlagen und auch in Moskau gewinnen würden. Wir haben eine riesige Chance verpasst, aber der Zug ist nicht abgefahren, denn wir haben noch zwei Spiele.»

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