Marco Streller: «Wir haben Fehler gemacht»
Aktualisiert

Marco Streller«Wir haben Fehler gemacht»

Der FCB beendet nach 8 Titeln in Serie eine Saison ohne Triumph. Dennoch erhielt die neue Führung um Sportchef Marco Streller viel Kredit. Die Schonfrist ist aber vorbei.

von
ete

FCB-Sportchef Marco Streller und Trainer Raphael Wicky zu den Gründen, die zum verpassten Meistertitel führten. (Video: 20 Minuten)

Bern ist ein Tollhaus. Während YB den ersten Titel nach 32 Jahren feiert, zieht sich FCB-Trainer Raphael Wicky mit seinem Staff zu einem «Workshop» zurück, wie es der Walliser nennt. Das Thema: Die titellose Saison der Rotblauen und was besser werden muss, um den Titel wieder nach Basel zurückzuholen. Der Schmerz über den Verlust des Pokals wurde dem «Mann mit den verzögerten Emotionen», so Wicky über sich selbst, erst nach Saisonende richtig bewusst. «Es gab aber auch schöne Momente und wir sind unglaublich hungrig auf die nächste Saison», so Wicky.

Einig sind sich Trainer und Sportchef was den Hauptgrund anbelangt, warum man die Titelverteidigung verpasste. Wicky: «Der Eingriff im Winter im Team war zu extrem. Und vor allem waren die Heimniederlagen gegen Lausanne, Lugano und St. Gallen nach der Winterpause entscheidend. Dadurch fehlten uns schon neun Punkte. Es entstand durch diese Niederlagen eine Unsicherheit und Unruhe. Wir müssen wieder zu einer Macht werden im eigenen Stadion.»

«Die Spieler, die man im Winter geholt hatte, sind inzwischen integriert und es hat sich eine neue Hierarchie gebildet.» Darin schöpft Streller Zuversicht für die kommende Saison. Wichtig wird sein, dass man das Kader über den Transfersommer hinaus weitgehend zusammenhalten kann. «Das Gerüst wollen wir so gut wie es geht unverändert lassen», sagt der FCB-Sportchef.

Kuzmanovic zurück, Salvi weg

Konkret wollte und konnte Streller zum Kader für die Saison 2018/19 nichts sagen, ausser zur Personalie Zdravko Kuzmanovic, der beim FCB noch 2 Jahre Vertrag hat und beim Trainingsstart am 14. Juni in Basel erwartet wird. «Er ist ein hochinteressanter Spieler mit unglaublichen Qualitäten. Wir sind von ihm als Spieler überzeugt und auch vom Mensch Kuzmanovic. Im letzten Sommer hat er sich sehr vorbildlich verhalten und er ist sich seiner Verantwortung auch gegenüber den jungen Spielern bewusst. Er spielt in meiner Planung eine Rolle», sagt Streller.

«Diesen Fehler werden wir nicht wiederholen»

FCB-Sportchef Marco Streller und Trainer Raphael Wicky ziehen Bilanz einer Saison ohne Titel und schauen nach vorn. (Video: 20 Minuten)

FCB-Sportchef Marco Streller und Trainer Raphael Wicky ziehen Bilanz einer Saison ohne Titel und schauen nach vorn. (Video: 20 Minuten)

Kuzmanovic habe bei Malaga zuletzt stets mittrainiert und sei fit, auch wenn ihn eine Wadenverletzung zu Beginn des Jahres zu einer langen Pause gezwungen habe. Streller: «Er kommt also in einer anderen Verfassung als letztes Jahr.»

Definitiv den Club verlassen wird Ersatzkeeper Mirko Salvi, dessen Vertrag ausläuft. Der Goalie wird sich GC anschliessen. «Wir haben mit Djordje Nikolic ein starkes Talent nach Thun ausgeliehen, aber müssen erst beraten, ob er besser weiter Spielpraxis sammelt oder bei uns die Nummer 2 sein wird», sagt der FCB-Sportchef.

«Wir haben Fehler gemacht - aber wichtig ist, dass wir die gleichen Fehler nicht zweimal machen.» Die eine Saison ohne Titel trugen die FCB-Fans noch mit Fassung und auch bei den Medien hatten Streller und Wicky viel Kredit. Aber mit dem Ende der Meisterschaft ist auch diese Schonfrist abgelaufen.

Der FCB nervt sich über den SFV Die Schweiz ist einer von ganz wenigen WM-Teilnehmern, der die provisorische 35-Mann-Kaderliste nicht kommuniziert. Für die Clubs, insbesondere jene wie der FCB, die rund eine Woche nach dem WM-Final in die Qualifikation für die Champions League starten, sei es schwierig zu planen, wenn man nicht weiss, welche Spieler zur Verfügung stehen und ab wann. Vorderhand haben die Nationalspieler aus den Ligen, die am Wochenende noch gespielt haben, eine Woche frei. Am Donnerstag benennt Nati-Coach Vladimir Petkovic jene 27 Akteure, die ins Trainingscamp in Lugano einrücken werden. Erst am 4. Juni muss Petkovic der Fifa das 23-Mann-WM-Kader melden – 10 Tage bevor der FCB mit der Vorbereitung beginnt.

Der FCB nervt sich über den SFV Die Schweiz ist einer von ganz wenigen WM-Teilnehmern, der die provisorische 35-Mann-Kaderliste nicht kommuniziert. Für die Clubs, insbesondere jene wie der FCB, die rund eine Woche nach dem WM-Final in die Qualifikation für die Champions League starten, sei es schwierig zu planen, wenn man nicht weiss, welche Spieler zur Verfügung stehen und ab wann. Vorderhand haben die Nationalspieler aus den Ligen, die am Wochenende noch gespielt haben, eine Woche frei. Am Donnerstag benennt Nati-Coach Vladimir Petkovic jene 27 Akteure, die ins Trainingscamp in Lugano einrücken werden. Erst am 4. Juni muss Petkovic der Fifa das 23-Mann-WM-Kader melden – 10 Tage bevor der FCB mit der Vorbereitung beginnt.

Deine Meinung