Polizeirevier Oberbüren SG – «Wir haben ihn gleich ins Herz geschlossen»
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Polizeirevier Oberbüren SG«Wir haben ihn gleich ins Herz geschlossen»

Ein besonderer Besuch auf dem Revier in Oberbüren SG. Die Kantonspolizei St. Gallen wird am Samstagmorgen gerufen, um einen benommenen Waldkauz von der Autobahn A1 abzuholen.

von
Shila Ochsner
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Auf dem Revier der Polizei in Oberbüren SG sitzt am Samstagmorgen ein ungewöhnlicher Gast. Die Polizei hat den etwas benommenen Waldkauz  von der A1 Autobahn mitgenommen. 

Auf dem Revier der Polizei in Oberbüren SG sitzt am Samstagmorgen ein ungewöhnlicher Gast. Die Polizei hat den etwas benommenen Waldkauz von der A1 Autobahn mitgenommen.

Kantonspolizei St. Gallen
Der Vogel hatte wahrscheinlich eine Kollision mit einem Fahrzeug und erlitt ein Schädelhirntrauma.

Der Vogel hatte wahrscheinlich eine Kollision mit einem Fahrzeug und erlitt ein Schädelhirntrauma.

Walter Zoo AG Gossau
Auf der Wildvogelstation des Walter Zoos wird er nun gepflegt und versorgt, bis er wieder ganz gesund ist. 

Auf der Wildvogelstation des Walter Zoos wird er nun gepflegt und versorgt, bis er wieder ganz gesund ist.

Walter Zoo AG Gossau

Darum gehts:

  • Am Samstag wurde die Kantonspolizei St. Gallen gerufen, um einen Waldkauz abzuholen.

  • Der Waldkauz erlitt wahrscheinlich eine Kollision mit einem Fahrzeug.

  • Die Polizei hat ihn zur Wildvogelpfegestation im Walter Zoo gebracht, wo er behandelt wird.

  • Mittlerweile geht es ihm besser. Man geht davon aus, dass er an einem Schädelhirntrauma litt.

Am Samstagmorgen um sechs Uhr wurde die Polizei zur Autobahn A1 bei Oberbüren SG gerufen. Vor Ort haben sie einen benommenen Waldkauz vorgefunden und haben ihn mit aufs Revier in Oberbüren SG genommen. «Er war sehr zutraulich und wir konnten ihn einfach mitnehmen», sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen.

Er durfte dann für eine Weile auf den Bildschirmen warten, bis er in die Wildvogelstation des Walter Zoos gebracht wurde. «Wir haben ihn gleich ins Herz geschlossen», sagt Krüsi. Ein Bild von dem Waldkauz wurde noch auf der Instagram-Seite der Kapo hochgeladen und sorgt für den «Jöö-Effekt» in den Kommentaren.

Wird wieder ausgewildert

Auf der Wildvogelstation im Walter Zoo geht man davon aus, dass er eine Kollision mit einem Fahrzeug hatte und deshalb ein Schädelhirntrauma erlitt. Er bekam Schmerzmittel und Vitamin B und wurde in einer kleinen Box untergebracht, wo er genügend Ruhe hatte, um sich erholen zu können. «Dem Waldkauz geht es soweit gut. Mittlerweile sieht er auf beiden Augen wieder und er frisst», sagt Thomas Harder, Leiter Marketing und Kommunikation des Walter Zoos.

Er wird aber weiterhin gepflegt und beobachtet. Dann kommt er in die Aussenvoliere der Wildvogelpflegestation, damit er wieder Muskeln aufbauen kann. «Wir gehen davon aus, dass er in zwei bis vier Wochen ausgewildert werden kann», sagt Harder. Er weist noch darauf hin, dass Waldkauze normalerweise nicht zutraulich seien: «Vermutlich konnte er aufgrund der schweren Verletzungen so einfach eingefangen werden.»

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Wildvogelstation Walter Zoo, Tel. 076 441 34 23

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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