Aktualisiert 18.09.2018 14:40

Loris Benito«Wir haben keine Angst»

YB-Trainer Gerardo Seoane und Spieler Loris Benito sind vor dem grossen Spiel gegen Manchester United keineswegs nervös.

von
sda/hua

Trainer Seoane und Verteidiger Benito sprachen vor dem Match gegen Manchester United über Vorfreude, Nervosität und den Kunstrasen. (Video: Fabian Sanginés)

Die Tickets sind längst verkauft, die Spannung ist hoch. Die Young Boys erwarten am Mittwochabend im Stade de Suisse zum ersten Champions-League-Spiel ihrer Geschichte einen grossen Club: Manchester United.

Am 19. Februar 2015 trafen die Young Boys daheim im Hinspiel der Europa-League-Sechzehntelfinals auf Everton. Sie verloren 1:4, Romelu Lukaku erzielte drei Tore. Seit gut einem Jahr spielt Lukaku für Manchester United. Wird er am Mittwochabend im Stade de Suisse die Young Boys in deren allererstem Spiel in der Königsklasse auf ähnliche Art desillusionieren wie damals? Geht es nur nach dem belgischen Stürmer, steht dem nichts im Weg. Er ist stärker und teurer geworden, er war ein Star der WM in Russland, und er war in der letzten Meisterschaft der sechstbeste Torschütze mit 16 Toren.

Betrachtet man aber parallel dazu die Entwicklung der Young Boys, könnte Lukaku es schwer haben. Unter Trainer Adi Hütter ist die Mannschaft ab 2015 gereift. Sie ist gut, so stabil und so selbstbewusst geworden, dass man es kaum noch vergleichen kann. Hütters Nachfolger Gerardo Seoane hat die Arbeit mehr als erfolgreich weitergeführt. Seit Anfang Dezember 2017 haben die Berner nur zwei von 24 Wettbewerbsspielen verloren. Eine solche Konstanz erreichte der Club nicht einmal in den vier Meistersaisons von 1957 bis 1960.

YB in Schaffhausens Rolle

An der Medienkonferenz in Bern liess sich Seoane nicht in die Karten blicken. Der Luzerner zollte dem favorisierten Gegner jeden Respekt, wie es sich gehört. Er stellte die Situation der Young Boys mit jener des FC Schaffhausen im Cupspiel vom letzten Samstag gleich. «In Schaffhausen waren wir der Favorit. Jetzt sind wir der Aussenseiter. Man kann es gut vergleichen.»

Camara erlöst YB in der 122. Minute

Die Berner Young Boys schlagen den Challenge-League-Klub mit 3:2. (Video: SRF)

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