Raphael Wicky: «Wir haben mehr Qualität als 2017»

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Raphael Wicky«Wir haben mehr Qualität als 2017»

Das Titelrennen in der Super League ist eröffnet - zumindest rhetorisch. FCB-Trainer Raphael Wicky antwortet auf die Kampfansage aus Bern.

von
E. Tedesco
Basel

Die Botschaft des FCB-Trainers an der letzten Medienkonferenz vor dem Rückrundenstart ist unmissverständlich: Der Serienmeister will sich den 9. Titel in Folge nicht nehmen lassen und Wicky will auf keinen Fall jener Basler Trainer sein, unter dem diese Erfolgsreihe zu Ende geht. Wenn der FCB da anknüpft, wo er vor der Winterpause aufgehört hat – innert acht Tagen betrug der Rückstand zwischen Bern und Basel plötzlich nur noch zwei statt sieben Punkte – muss sich Rotblau über die Kampfansage aus Bern auch keine Gedanken machen.

«Wir wollen Meister werden», sagte YB-Sportchef Christoph Spycher letzten Montag. «Das ist doch klar, wenn man von 19 Partien 16 gewinnt, kann man nicht sagen, dass man Zweiter oder Dritter werden will.» In Bern konnte man sich in Ruhe auf das Titelrennen vorbereiten. Den Wunsch, das Kader möglichst zusammenhalten zu können, hat Spycher Trainer Adi Hütter erfüllt. Trotz grossem Interesse an diversen Spielern (zum Beispiel an Kasim Nuhu, Roger Assalé, Sanogo) hat kein Spieler den Club verlassen.

Viel Arbeit für Sportchef Streller

Ganz anders war die Situation beim FCB: Im Januar verliessen gleich zwei Nationalspieler Rotblau in Richtung Bundesliga. Manuel Akanji wechselte zu Dortmund und Renato Steffen schloss sich Wolfsburg an. Sportchef Marco Streller erinnerte sich an alte erfolgreiche Zeiten und holte Valentin Stocker (von Hertha) und Fabian Frei (Mainz) zurück, ersetzt Nationalspieler Akanji mit Nationalspieler Léo Lacroix (leihweise von St-Etienne). Neu im FCB-Kader ist auch Samuele Campo.

«Der Sportchef und seine Entourage hatten im Winter viel zu tun», sagt Wicky lächelnd und zeigte sich gleichzeitig sehr zufrieden mit dem neuen Personal. «Wir haben mehr Qualität als 2017», so der Walliser weiter. Die Aussage ist ein Versprechen an die Fans, aber auch ein Warnschuss an YB. Die Kampfansage aus Bern nimmt er gelassen hin. «Es ist doch schön, wenn sich andere Teams outen und sagen, dass sie auch Meister werden wollen.» An den Basler Zielen ändert sich nichts.

«Wir wollen am 19. Mai zuoberst stehen», so der Walliser, «das war von Anfang an unser Ziel und an dem werden wir nichts ändern.»

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