Openair Frauenfeld: «Wir haben mit mehr Abfall gerechnet»
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Openair Frauenfeld«Wir haben mit mehr Abfall gerechnet»

Am Openair Frauenfeld mussten rund 87 Tonnen Abfall entsorgt werden, der Rest konnte wiederverwertet werden. Der Veranstalter hatte eine weit grössere Menge erwartet.

von
rar
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Am Openair Frauenfeld blieben rund 87 Tonnen Abfall liegen...

Am Openair Frauenfeld blieben rund 87 Tonnen Abfall liegen...

Raphi Rohner
...darunter haufenweise Zelte, Pavillons und anderes,...

...darunter haufenweise Zelte, Pavillons und anderes,...

Raphi Rohner
...was gewisse Gäste dazu ermutigte, den Abbruch von eigenen und fremden Zelten zu beschleunigen.

...was gewisse Gäste dazu ermutigte, den Abbruch von eigenen und fremden Zelten zu beschleunigen.

Raphi Rohner

Die Bilder von Abfallbergen am Openair Frauenfeld 2014 sind noch in Erinnerung: Über 300 Tonnen Abfall mussten letztes Jahr am Festival in Frauenfeld entsorgt werden. Dazu musste noch tonnenweise Schlamm und Dreck beseitigt werden.

Für das diesjährige Festival hatten sich die Veranstalter ein neues Konzept ausgedacht, bei dem sie mit Goodies und Spielen die Gäste dazu bringen wollten, ihren Abfall getrennt zu entsorgen und ihre Zelte wieder mitzunehmen. Wie die «Thurgauer Zeitung» am Mittwoch schreibt, haben die Veranstalter ihr Ziel erreicht: Statt 300 Tonnen Abfall wie im vergangenen Jahr gabs heuer nur 87 Tonnen zu entsorgen. 2013 waren es noch 155 Tonnen gewesen.

Joachim Bodmer, Pressesprecher des Openairs, ist zufrieden mit dem Resultat: «Wir haben schon während des Festivals gemerkt, dass die Abfalltrennung gut läuft, sind aber dennoch positiv überrascht.» Die direkte Trennung von PET, Alu und anderen Stoffen zur Wiederverwertung zeigte sich als Schlüssel für die erfolgreiche erste Bilanz. Bodmer: «Lediglich bei den Zelten und Pavillons sehen wir Optimierungspotential.»

Nur drei Tage Aufräumarbeiten

Gerade einmal 250 Besucher nutzten die Zeltvignette und die damit verbundene Chance, Preise zu gewinnen. Haufenweise Zelte und Pavillons blieben liegen. Besucher machten sich teilweise einen Spass daraus, diese kaputtzuschlagen.

In den Vorjahren waren die Räumung und Beseitigung der letzten Spuren des Festivals jeweils sehr aufwändig. 2014 dauerten die Aufräumarbeiten auf dem Gelände mehr als zwei Wochen. In diesem Jahr reichten dafür drei Tage.

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