Michael Schumacher: «Wir haben noch einiges zu tun»

Aktualisiert

Michael Schumacher«Wir haben noch einiges zu tun»

Nach dem Qualifying zum GP von Bahrain sind die Kräfteverhältnisse in der Formel 1 fürs Erste klar. Michael Schumacher kann in seinem Mercedes noch nicht mit den Besten mithalten - jedenfalls nicht über eine schnelle Runde. Trotzdem ist der Rekordchampion mit seiner ersten Vorstellung nicht gänzlich unzufrieden.

von
pre

Michael Schumacher startet bei seinem Formel-1-Comeback «nur» aus der vierten Reihe. Der siebenfache Champion zeigte beim ersten Härtetest nach seiner Rückkehr zwar, dass er durchaus nicht verstecken muss, ganz nach vorne reichte es aber bei weitem nicht. In den ersten beiden Qualifyings rutschte er jeweils knapp unter die Top 10 und konnte sich erst zum Schluss noch einmal leicht verbessern.

Der siebte Rang ist jedoch eine leise Enttäuschung, insgeheim hatte sich der Rekordweltmeister sicher mehr erhofft. Immer wieder hatte Schumacher betont, dass er seinen achten Titel holen will. Davon war nach dem Qualifying allerdings nichts mehr zu hören. «Die Sieben ist eine interessante Zahl, die irgendwie sehr gut zu mir passt. Trotzdem werde ich morgen versuchen, sie nach unten abzuarbeiten», kommentierte Schumacher. «Wir haben noch einiges am Auto zu arbeiten, um nach vorn zu kommen.»

Hinter Rosberg, Ferrari und Red Bull

Der Rückkehrer gibt sich vor dem ersten Rennen extrem zurückhaltend und will die riesigen Erwartungen etwas dämpfen. Schon während den Testfahrten betonte der Mercedes-Pilot aber immer wieder, dass er sich zu Beginn der Saison noch nicht als Siegfahrer sieht. Nach drei Jahren Abwesenheit wolle er sich erst wieder an die Belastung gewöhnen. «Ich bin deshalb mit dem Ergebnis zufrieden.» Dass er bislang immer hinter Teamkollege Nico Rosberg lag, wird Michael Schumacher aber sicher zu denken geben. Schliesslich ist er nicht zurückgekommen, um bei Mercedes nur die zweite Geige zu spielen.

Angetan von Schumachers Leistung bei seinem ersten Auftritt war Niki Lauda. «Besser kann man hier nicht beginnen», sagte der frühere Weltmeister. «Wer hier von Anfang erwartet, dass er vorne mitfährt, hat keine Ahnung von der Formel 1.» Wie Lauda glauben viele Experten, dass Schumacher erst Mitte Saison so richtig aufdrehen wird. Bis dann kann er seine Erfahrung einbringen und das Auto schneller machen. Denn noch scheinen der Rekordweltmeister und sein Mercedes gegenüber Vettel im Red Bull nicht ganz ebenbürtig zu sein. Auch im Vergleich mit seinem Ex-Team Ferrari scheint der Silberpfeil noch einige Defizite zu haben. Aber wer weiss, vielleicht bringt das sonntägliche Rennen bereits die erste grosse Überraschung.

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