Audi RS e-tron GT im Test

Wir fuhren im Audi RS e-tron GT nach Rovaniemi, um Santa Claus beim Geschenke ausliefern zu helfen.

Wir fuhren im Audi RS e-tron GT nach Rovaniemi, um Santa Claus beim Geschenke ausliefern zu helfen.

Michael Lusk
Publiziert

Audi RS e-tron GTKältetest – mit vollelektrischem Audi an den Polarkreis

Im finnischen Lappland soll der echte Weihnachtsmann zu Hause sein. Redaktor Michael Lusk hat Santa Claus in Rovaniemi besucht und für ihn die Weihnachtsgeschenke mit einem vollelektrischen Audi RS e-tron GT zum ältesten Weihnachtsmarkt Finnlands nach Helsinki gebracht.

von
Michael Lusk / A&W Verlag

In den Tagen vor Weihnachten hat Santa Claus traditionell alle Hände voll zu tun. Seine Hauptaufgabe: dafür zu sorgen, dass die Geschenke pünktlich zum Fest unter dem Christbaum liegen. Weil Santa Claus aber im finnischen Rovaniemi lebt und er nicht alle Präsente persönlich auf seinem rot-goldenen Schlitten abliefern kann, kommt jede Hilfe recht. Wir haben uns deshalb in einem vollelektrischen Audi RS e-tron GT vom Weihnachtsmarkt Helsinki aus auf den rund 900 Kilometer langen Weg zum Santa Claus Village am Polarkreis und zurück aufgemacht, um diesen Job zu übernehmen.

646 Rentiere unter dem Blech

Waren wir anfangs etwas skeptisch, im Winter so eine lange Strecke in einem Vollstromer zurückzulegen, sind diese Bedenken schnell verflogen. Die volle Leistung von 646 PS können wir angesichts der strengen Vorschriften in Finnland eh nicht wirklich auskosten, was handkehrum den Verbrauch senkt. Ausserdem ist das Ladenetz in Skandinavien generell sehr gut ausgebaut, selbst im «Nirgendwo» gibts schnelle 250-KW-Ladestationen.

Fast 2000 Kilometer legten wir im Vollstromer in Finnland zurück.

Fast 2000 Kilometer legten wir im Vollstromer in Finnland zurück.

Michael Lusk
In Lappland fahren die Menschen nicht nur mit dem Auto, sondern auch im Rentierschlitten.

In Lappland fahren die Menschen nicht nur mit dem Auto, sondern auch im Rentierschlitten.

Michael Lusk
Auch Huskies kreuzen die Strassen.

Auch Huskies kreuzen die Strassen.

Michael Lusk

Weil der Audi RS e-tron GT dank 800-V-Architektur mit 270 KW laden kann, gehts nach einer kurzen Kaffeepause jeweils zügig weiter. Unter dem Strich pendelte sich der Verbrauch über die Gesamtdistanz bei rund 25 kWh/100 Kilometer ein – was umgerechnet rund 350 Kilometer Reichweite entspricht, bis der nächste Ladestopp fällig ist. Theoretisch liessen sich die 900 Kilometer mit nur zwei grösseren Pausen absolvieren, wir entscheiden uns dennoch für zwei Tagesetappen.

Eleganter Reiseschlitten

Die Reiselimousine meistert den Spagat zwischen satter Strassenlage und Komfort dank ihrer serienmässigen adaptiven Luftfederung nämlich hervorragend. Man hat als Fahrer das Gefühl, wie Santa in einem Schlitten über frischen Schnee zu schweben. Auch im Innenraum überzeugt «Santas Little Helper» mit hoher Qualität. Stil, Bedienung und Haptik sind unverkennbar Audi, auf zwei grossen Screens hat man alle wichtigen Infos jederzeit unter Kontrolle – als Beispiel picken wir in diesem Zusammenhang stellvertretend die Soundanlage heraus, die uns dank eines lokalen Weihnachts-Senders schon bei der Anfahrt in die richtige Stimmung bringt.

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Platz für Weihnachtsgeschenke

Auch das Kofferraumvolumen ist für eine Reiselimousine mit 405 Litern in Ordnung, vorne im Auto gibt’s noch einen kleinen, sogenannten Frunk mit 85 Litern. Bleiben die hinteren Sitzplätze frei, passt fasst doppelt soviel rein – solang es sich beispielsweise wie bei uns um kompakte Weihnachtsgeschenke und nicht um sperriges Gepäck handelt. Schliesslich haben wir erneut 900 Kilometer zurück nach Helsinki vor uns. Die wiederum wie im Flug vergehen, so dass wir kurz überlegen, uns Fulltime für den Job  zu bewerben. Einzig der Preis unseres schwarzen Schlittens von mindestens 149'400 Franken verhindert dies. Den Audi RS e-tron GT gabs leider am Ende unserer Tour auch nicht als Geschenk für uns dazu.

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