400 Kindersklaven befreit: «Wir haben sie aus sehr tiefen Löchern geholt»
Aktualisiert

400 Kindersklaven befreit«Wir haben sie aus sehr tiefen Löchern geholt»

Sie wurden gezwungen, in 70 Meter tiefen Schächten nach Gold zu schürfen. Jetzt hat die Polizei in Burkina Faso zusammen mit Interpol 400 Kindersklaven aus den Fängen ihrer Peiniger befreit.

Polizisten haben im westafrikanischen Burkina Faso mehr als 400 Kindersklaven aus Bergwerken und von Baumwollplantagen befreit. Wie die internationale Polizeibehörde Interpol mitteilte, wurden die Kinder bereits Ende Oktober gerettet. Interpol hatte die Befreiungsaktion geleitet.

«Wir haben sie in Bergwerken gefunden und aus sehr tiefen Löchern geholt», bestätigte Patience Quaye, eine hochrangige Polizeibeamtin im Nachbarstaat Ghana, am Freitag. 73 Verdächtige wurden festgenommen. Ihnen wird unter anderem Menschenhandel zur Last gelegt.

Die jüngsten Opfer waren erst gerade sechsjährig

Die Kinder arbeiteten in den Bergwerken unter «extremen Bedingungen», so Interpol. Sie wurden demnach gezwungen, in engen, bis zu 70 Meter tiefen Schächten Gold abzubauen. Lohn erhielten sie nicht.

Die Behörden in Burkina Faso versuchen nun, ihre Familien zu finden, sagte Quaye. Einige der Kinder stammten aus dem Niger, fügte sie hinzu. Bei den meisten der Opfer handle es sich um Jungen, die jüngsten von ihnen sind nach Angaben von Interpol sechs Jahre alt. Mädchen wurden zudem auch Opfer sexuellen Missbrauchs. (sda)

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