Aktualisiert 04.04.2018 12:02

Schweizer Geisel

«Wir haben uns praktisch alleine befreit»

20 Minuten konnte mit einer der in Kamerun entführten Schweizer Geiseln sprechen. Sie hätten schreckliche Angst gehabt, es gehe aber allen gut.

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20M
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Nach einem Tag in Geiselhaft konnten die Schweizer wieder befreit werden.

Nach einem Tag in Geiselhaft konnten die Schweizer wieder befreit werden.

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Die zwölf europäischen Geiseln nach der Befreiung.

Die zwölf europäischen Geiseln nach der Befreiung.

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Die Entführungen ereigneten sich im englischsprachigen Westen Kameruns.

Die Entführungen ereigneten sich im englischsprachigen Westen Kameruns.

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Eine 12-köpfige Touristen-Gruppe ist am Montagnachmittag auf einer Safari in Kamerun von einer bewaffneten Gruppe gekidnappt worden. Eines der Opfer war der Tessiner Alfredo Eggemann.

Die Kollegen von 20 Minuti im Tessin konnten mit ihm sprechen. Er und seine Gruppe seien auf der zweiten Etappe einer Reise durch Zentralafrika gewesen, die ein Reiseveranstalter in Giubiasco organisiert hatte.

Am späteren Montagnachmittag seien sie dann entführt worden. «Alles ging sehr schnell», sagt Eggemann am Telefon. «Wir waren in einem Dorf, als die Entführer kamen.» Sie seien nur wenige Stunden in der Gewalt der Terroristen gewesen. «Um Mitternacht waren wir schon wieder frei.»

«Wir wurden gut behandelt»

Auf Facebook scherzt Eggemann über das «nicht so schnelle» Vorgehen der kamerunischen Behörden. Wie die Befreiung genau vor sich ging, will Eggmann jedoch nicht kommentieren. Nur so viel: «Wir haben uns praktisch alleine befreit.»

Er und die sechs anderen Schweizer seien wohlauf. «Wir wurden gut behandelt», so Eggemann. Misshandlungen habe es keine gegeben.

Zu Beginn hätten sie «schreckliche Angst» gehabt, schliesslich sei aber alles gut ausgegangen. «Jetzt setzen wir die Reise Richtung Tschad fort.» In etwa zehn Tagen kommt die Gruppe zurück nach Hause.

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