Aktualisiert 26.03.2011 21:51

Stimmen zum Spiel«Wir haben vorne das nötige Tor nicht erzielt»

Die Schweizer Fussball-Nati kommt nicht vom Fleck. Nach der Nullnummer in Bulgarien sind bei Spielern und Trainer Ottmar Hitzfeld Durchhalteparolen angesagt.

von
heg / si

Marco Wölfli, Blerim Dzemaili und Alex Frei nach dem Spiel.

Es war eine schlechte Leistung, die die Schweiz in Bulgarien zeigte. Die Gastgeber überrannten den Gegner gleich zu Beginn und die Eidgenossen fanden nur schwer ins Spiel. «Bulgarien hat mit hohem Tempo begonnen, war uns am Anfang klar überlegen. Der Wille war da, aber wir waren vielleicht etwas zu nervös. Das Mittelfeld hatte das Spiel vor der Pause nie unter Kontrolle. Danach lief es besser», sagte der Schweizer Natitrainer gleich nach dem Schlusspfiff. Auch Blerim Dzemaili entging nicht, dass die Schweiz einen schweren Start hatte. «In der ersten Halbzeit hatten wir Mühe. Es war gegen das Pressing der Bulgaren sehr schwer. So fehlten die guten Kombinationen.» Warum war dies so? «Das kann ich nicht beantworten. Man kommt in ein Spiel rein und ist heiss, man will alles gut machen – vielleicht zu gut. Vielleicht hat man sich zu sehr unter Druck gesetzt. Ich habe keine Erklärung für das», meinte Captain Alex Frei später in der Mixed-Zone vor dem Stadion. Er hatte trotz dem schwachen Start auf ein gutes Ende gehofft: «Vielmals dreht es in so Spielen, in welchen du so viel Glück hast und kein Tor kassierst.» Die beste Möglichkeit dazu hatte der 31-Jährige in der 30. Minute selber. «Wir haben vorne das nötige Tor nicht erzielt. Und das war ein Problem.»

In der zweiten Halbzeit fanden die Schweizer besser ins Spiel. Das erlösende Tor wollte aber einfach nicht fallen. «Nach der Pause haben wir das Spiel bestimmt. Wir hatten unsere Chancen. Schade, haben wir sie nicht ausgenützt», so Dzemaili. Marco Wölfli hielt im Schweizer Tor, was er halten musste. Der Match war aber auch für ihn enttäuschend. «Wir kamen nicht gut ins Spiel, waren in den ersten 20 Minuten vielleicht etwas zu nervös. Aber wir haben nicht aufgegeben und uns gesteigert.»

«Ich glaube daran, das Wunder noch schaffen zu können»

Mit der Nullnummer in Bulgarien sind die Chancen der Schweiz, sich für die EM-Endrunde nächstes Jahr in Polen und der Ukraine zu qualifizieren, auf ein Minimum gesunken. Doch Spieler und Trainer zeigen sich kämpferisch. «Gelaufen ist diese Qualifikation noch nicht. Ich glaube daran, dass wir das Wunder noch schaffen können», sagt Hitzfeld. Wölfli meint zur schlechten Ausgangslage: «Solange es rechnerisch möglich ist, müssen wir an uns glauben. Das nächste Spiel ist in England, aber auch da können wir punkten.» Und auch Dzemaili gibt noch nicht auf. «Wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen. Wir sind noch nicht ausgeschieden.»

Das nächste EM-Qualifikationsspiel bestreitet die Schweiz am 4. Juni im Wembley-Stadion in London gegen England.

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