Aktualisiert 02.09.2015 13:20

Obama in Alaska

«Wir handeln nicht schnell genug»

US-Präsident Barack Obama rief zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel auf – und will mit gutem Beispiel vorangehen.

von
chk
Fordert eine Vereinbarung zum Schutz der Erde: US-Präsident Barack Obama in Alaska. (31. August 2015)

Fordert eine Vereinbarung zum Schutz der Erde: US-Präsident Barack Obama in Alaska. (31. August 2015)

US-Präsident Barack Obama hat zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel aufgerufen. In Alaska forderte er am Montag die Teilnehmer der UNO-Klimakonferenz im Dezember in Paris auf, sich auf eine Vereinbarung zum Schutz der Erde zu einigen.

«Wir handeln nicht schnell genug», sagte Obama bei einer Konferenz in Anchorage. Die USA seien sich bewusst, dass sie als grösste Wirtschaftsmacht der Welt und als zweitgrösster Schadstoffemittent eine Rolle bei der Erderwärmung spielten, aber die USA seien auch bereit, Verantwortung zu übernehmen.


(Video: Youtube/The White House)

«Menschen verändern das Klima»

Der Klimawandel sei nicht mehr ein weit entfernt liegendes Problem. Er vollziehe sich hier und jetzt, erklärte Obama. Die Klimaveränderung sei schneller als die Bemühungen, dagegen anzukämpfen. Das müsse sich ändern, verlangte Obama.

Er warnte vor den Folgen der Erderwärmung. Ganze Länder könnten überschwemmt werden, Städte könnten vernichtet werden, falls nicht mehr zur Reduzierung von Treibhausgasen getan werde. In der Arktis merke man schon die Veränderung des Klimas.

«Wir wissen, dass menschliches Handeln das Klima verändert», mahnte er. «Wir wissen, dass menschlicher Erfindungsreichtum etwas dagegen tun kann», fügte der Präsident hinzu.

Dreitägige Alaskareise

Am zweiten Tag seiner dreitägigen Alaskareise besucht Obama am Dienstag unter anderem die Stadt Seward, die auch als «Welthauptstadt des Lachses» gilt. Auch die Städte Dillingham und Kotzebue sowie ein Gletscher stehen auf dem Besuchsprogramm des Präsidenten.

Seitdem das Weisse Haus vor kurzem dem Ölkonzern Shell eine Bohrerlaubnis für die Arktis erteilt hat, wird die Regierung scharf von Umweltschützern kritisiert. Die Öl- und Gasvorkommen in der Arktis sind sehr begehrt. (chk/sda)

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