Gladbach-Sportdirektor: «Wir hatten den perfekten Trainer»
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Gladbach-Sportdirektor«Wir hatten den perfekten Trainer»

Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl ist sehr, sehr traurig, dass Lucien Favre abgetreten ist. Aber nun müsse man nach vorne schauen.

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hua
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Favres Karriere bei GladbachFünf Monate nach seiner Demission bei Borussia Mönchengladbach äussert sich Lucien Favre erstmals. Es gehe ihm gut und er fühle sich sehr frisch, sagt der Waadtländer. Wo der 58-Jährige seinen Fussball-Weg fortsetzen wird, ist (noch) nicht abzusehen.

Favres Karriere bei GladbachFünf Monate nach seiner Demission bei Borussia Mönchengladbach äussert sich Lucien Favre erstmals. Es gehe ihm gut und er fühle sich sehr frisch, sagt der Waadtländer. Wo der 58-Jährige seinen Fussball-Weg fortsetzen wird, ist (noch) nicht abzusehen.

Keystone/Peter Klaunzer
Das abrupte Ende: Am Tag nach dem 0:1 in Köln, am 20. September 2015, gibt Favre seinen Rücktritt. Er sieht sich nach dem Meisterschaftsstart mit fünf Niederlagen nicht in der Lage, den Turnaround zu schaffen.

Das abrupte Ende: Am Tag nach dem 0:1 in Köln, am 20. September 2015, gibt Favre seinen Rücktritt. Er sieht sich nach dem Meisterschaftsstart mit fünf Niederlagen nicht in der Lage, den Turnaround zu schaffen.

FreshFocus/Schueler
Der Auftakt in die neue Spielzeit 2015/16 misslingt. Gegen Dortmund und dessen neuen Trainer Thomas Tuchel setzt es in der ersten Runde ein 0:4 ab.

Der Auftakt in die neue Spielzeit 2015/16 misslingt. Gegen Dortmund und dessen neuen Trainer Thomas Tuchel setzt es in der ersten Runde ein 0:4 ab.

epa/Maja Hitij

Lucien Favre legte sein Amt als Trainer bei Bundesligist Borussia Möchengladbach am Sonntag nieder. Am Montag gab der Verein über das weitere Vorgehen Auskunft. Sportdirektor Max Eberl stellte sich den Medien und zeigte, dass er und Favre einen guten Draht zueinander hatten. Er begann mit den Worten: «Ich bin sehr, sehr traurig, dass eine so unfassbar tolle Zeit so zu Ende gegangen ist.»

Man habe sich am Sonntag zu mehreren Gesprächen getroffen, Favre sei aber nicht mehr umzustimmen gewesen. «Wir haben auch nach Favres Mitteilung nochmals um ihn gekämpft, aber es war nichts zu machen.» Man sei der Überzeugung gewesen, den Turnaround mit Favre noch bewerkstelligen zu können. Der 42-Jährige gab zu, dass es in der Vergangenheit bereits Gespräche mit Favre gegeben habe, in denen es um dessen Rücktritt gegangen sei. Das sei aber länger her und nicht in dieser Saison der Fall gewesen, so Eberl.

André Schubert springt ein

Nun übernimmt das Team interimistisch André Schubert, zuvor Trainer von Gladbachs U23. Er sei nur eine Übergangslösung, er wisse aber darüber Bescheid. «André Schubert hat sich bereit erklärt, uns zur Seite zu stehen. Er kann in so kurzer Zeit natürlich nicht viel machen, es steht ja eine englische Woche an.»

Um einen Nachfolger zu finden, habe man sich kein Zeitfenster gesetzt. Es gebe interessante Trainer auf dem Markt. Man wolle nun das Bestmögliche für Borussia Mönchengladbach tun. Aber «die Fussstapfen, die Favre hinterlässt, sind immens». Gegen Ende der Medienkonferenz sprach Eberl Favre nochmals ein riesiges Kompliment aus: «Wir hatten den perfekten Trainer, er passte zu uns – und wir zu ihm.»

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