Aktualisiert 30.10.2016 12:26

Schweizer in Italien«Wir hörten ein dumpfes Grollen, alles schwankte»

Schweizer in Italien haben das Erdbeben hautnah miterlebt. Es habe sehr lange gedauert und der Boden habe gegrollt, erzählen sie.

von
ann
1 / 65
Wenige Tage nach den schweren Erdstössen bebt es wieder: Ein Feuerwehrmann begleitet einen Bürger von Norcia, Italien. (30. Oktober 2016)

Wenige Tage nach den schweren Erdstössen bebt es wieder: Ein Feuerwehrmann begleitet einen Bürger von Norcia, Italien. (30. Oktober 2016)

Keystone/Gregorio Borgia
Haben die Beben aufgehört? Das fragen sich nicht nur die Bewohner Mittelitaliens. (31. Oktober 2016)

Haben die Beben aufgehört? Das fragen sich nicht nur die Bewohner Mittelitaliens. (31. Oktober 2016)

Keystone/Gregorio Borgia (AP)
Besonders schlimm getroffen: Die Stadt Norcia. Zwei Bewohner sitzen nach dem schlimmen Erdbeben in einem Park des Ortes.

Besonders schlimm getroffen: Die Stadt Norcia. Zwei Bewohner sitzen nach dem schlimmen Erdbeben in einem Park des Ortes.

AFP/Gregorio Borgia

Beatrice M. ist gerade in Rom und befand sich in ihrem Zimmer im 5. Stock, als es plötzlich zu schütteln anfing. «Der Boden schwankte, ein dumpfes Grollen war zu hören, das Zimmer hat geschüttelt», schreibt sie. Es sei wirklich unheimlich gewesen. «Wie wenn ein Riese am Haus rütteln würde.»

Heidy lebt schon lange in der Region Marken in Italien und hat in letzter Zeit entsprechend viele Erdbeben erlebt. Jenes vom Sonntagmorgen hat sie aber besonders verängstigt. «Es war sehr stark und lang», sagt sie.

«Teller, Tassen und Gläser klirrten»

Sie befürchtet, dass sich die Erdoberfläche öffnet und tiefe Gräben entstehen. «Der Boden hat sich schon um 20 Zentimeter gesenkt.» Sie hat darum grosse Angst, obwohl ihr Dorf bisher von grossen Zerstörungen verschont blieb.

In seiner Attika-Wohnung im 5. Stock in Senigallia spürte Andreas H. die Stösse des Erdbebens sehr stark. «Alle Teller, Tassen und Gläser klirrten, etwa um 10 Uhr gab es ein Nachbeben.»

«Deutlich stärker als vor vier Tagen»

Ivo F. befindet sich derzeit in Bertona in den Marken. Um zwanzig vor acht hat er ein Grollen und dann mehrere Sekunden lang ein starkes Schwanken gespürt. «Es war deutlich stärker als vor vier Tagen», sagt er.

Beunruhigt über die enorme Konzentration an Erdbeben ist Walter C. aus Montecarotto in der Provinz Ancona. «Es ist ein äusserst unangenehmes Gefühl, wenn sich alles bewegt», schreibt er. Schön sei, wie die Bevölkerung füreinander da sei. «Man hilft sich gegenseitig.»

Feedback

Befinden Sie sich in der Erdbebenregion in Italien? Schreiben Sie uns und erzählen Sie, was Sie erlebt haben: feedback@20minuten.ch

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.