16.09.2020 11:17

British Airways-Chef«Wir kämpfen um unser Überleben»

British Airways-Chef Alex Cruz kündigt an, man werde alle Massnahmen treffen, um den Winter zu überstehen. Derzeit liege der Flugplan bei lediglich 25 bis 30 Prozent des normalen Geschäftes.

Dies ist die schlimmste Krise, die British Airways in ihrer 100-jährigen Geschichte durchgemacht hat, so BA-Chef Alex Cruz.

Dies ist die schlimmste Krise, die British Airways in ihrer 100-jährigen Geschichte durchgemacht hat, so BA-Chef Alex Cruz.

KEYSTONE

Die in der Corona-Krise unter Druck geratene Fluggesellschaft British Airways ringt um ihr Überleben. «Wir ergreifen alle möglichen Massnahmen, um sicherzustellen, dass wir diesen Winter tatsächlich überstehen können», erklärte BA-Chef Alex Cruz am Mittwoch in einem parlamentarischen Ausschuss.

«Wir sind weiterhin besorgt über die Entwicklung des Restes der Wintersaison. Die Menschen haben immer noch Angst vor Reisen.» Derzeit liege der Flugplan bei lediglich 25 bis 30 Prozent des normalen Geschäftes. Daher müssten tausende Arbeitsplätze gestrichen werden. «Dies ist die schlimmste Krise, die British Airways in ihrer 100-jährigen Geschichte durchgemacht hat», sagte der Manager. «Wir kämpfen immer noch um unser Überleben.»

13’000 Mitarbeiter entlassen

Grossbritanniens führende Fluggesellschaft musste Kritik von Politikern und Gewerkschaften einstecken, weil sie 13'000 Mitarbeiter entlassen und die Verträge vieler ihrer verbleibenden Mitarbeiter neu ausgehandelt hat. BA erwiderte, es gebe keine andere Wahl, da täglich 20 Millionen Pfund verbrannt und die Finanzen der Muttergesellschaft IAG belastet würden. IAG hatte zuletzt 2,74 Milliarden Euro von den Aktionären eingesammelt.

(SDA)

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20 Kommentare
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Herbert, zum Glück Rentner

17.09.2020, 09:56

Macht gar nichts, wenn ein paar Airlines oder Strecken eingestellt werden. Fliegen ist zu billig geworden. Auf Kosten des Service und der Qualität. Ganz zu schweigen von der Sicherheit. Und der Umweltschutz wurde total ausgebremst. Es gibt kein Menschenrecht für wenige Franken nach New York zum shoppen zu fliegen. Auch nicht für 50 Franken nach Hamburg. Mit solchen Angeboten haben sich die Airlines selbst in den Schlamassel geritten. Ungute Konkurrenz, Geiz ist Geil, aber keine Reserven bilden können. Viel zu viele Flugis und jetzt keine Passagiere mehr. Vielleicht kommt die Welt ein bisschen zur Ruhe und Einsicht. Besinnung auf das Wesentliche. Party machen, in Saus und Braus leben ohne zu arbeiten, auf Pump, werden für einige Zeit für viele passé sein.

Vespasian

17.09.2020, 00:12

Ich "vermisse" die Wespen. Wo sind sie alle plötzlich hin?

Mensch

16.09.2020, 15:00

Irgendwann muss ja alles heruntergefahren werden Der Umwelt sei dank oder habt ihr noch nicht gemerkt wie schnell es geht? Das ist das grössere Problem als Covid, glaubt mir!