National League: «Wir kassieren weniger dumme Strafen» – Kloten auf Höhen-, Lugano im Sinkflug

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National League«Wir kassieren weniger dumme Strafen» – Kloten auf Höhen-, Lugano im Sinkflug

Der EHC Kloten hat sich vom Aufsteiger-Sorgenkind zum Mitstreiter entwickelt. Servette und Biel lassen an der Tabellenspitze nicht nach und halten sich hartnäckig. 

von
Adrian Hunziker
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Der EHC Kloten darf jubeln, das Team hat drei Siege aneinandergereiht. 

Der EHC Kloten darf jubeln, das Team hat drei Siege aneinandergereiht. 

Patrick Straub/freshfocus
Goalie Sandro Zurkirchen sagt, dass das Team in den letzten Wochen eine positive Entwicklung gemacht habe. 

Goalie Sandro Zurkirchen sagt, dass das Team in den letzten Wochen eine positive Entwicklung gemacht habe. 

Urs Lindt/freshfocus
Auch in Bern gegen den SCB gewannen die Klotener. 

Auch in Bern gegen den SCB gewannen die Klotener. 

Urs Lindt/freshfocus

Darum gehts

In der National League lassen sich Servette und Biel von der Tabellenspitze nicht vertreiben. Weiter unten in der Tabelle hat sich derweil Kloten gefestigt und dank drei Siegen in Serie etwas vom Keller abgesetzt. Die Rote Laterne hat nun der HC Lugano inne – das gab am Wochenende zu reden. 

Kloten fliegt wieder hoch

Zwar heisst der EHC Kloten seit 2016 nicht mehr Flyers, was die Klotener in den letzten Tagen jedoch zeigten, war nichts anderes als ein Höhenflug. Mit dem Sieg im Derby gegen die ZSC Lions (2:1) begann die Mini-Serie. In Bern und gegen Davos (beide 5:2) folgten zwei weitere Siege. Damit hat sich Kloten aus dem Keller gehievt und steht aktuell auf Rang 10. 

Goalie Sandro Zurkirchen sagte am Sonntag nach dem Sieg gegen den HCD gegenüber den Tamedia-Zeitungen: «Wir haben sehr solid und gut strukturiert gespielt.» Der 32-Jährige ist sich zudem sicher, dass das Team in den letzten Wochen eine positive Entwicklung und enorme Fortschritte gemacht habe – zudem sei die Fehlerquote gesunken. «Und wir kassieren weniger dumme Strafen.» Das zeigt sich in der Tabelle wieder. Am Dienstag wartet in der Stimo Arena mit Fribourg-Gottéron jedoch bereits der nächste Brocken. 

Lugano dafür im Sinkflug

Immer wenn man denkt, es könne nicht mehr schlimmer kommen, tut es genau das. So müssen sich wohl die Luganesi-Fans vorkommen. Denn der HCL kommt einfach nicht vom Fleck. Und weil sich Kloten wie erwähnt vom Keller entfernt hat, findet sich am Tabellenende eben dieser HC Lugano, der siebenfache Schweizer Meister, wieder. Der Trainerwechsel von Chris McSorley zu Luca Gianinazzi hat wenig gebracht, es ging kein Ruck durch die Mannschaft. Dem erst 29-jährigen Headcoach stellten die Tessiner einen erfahrenen Assistenten an die Bande, den Finnen Matti Alatalo (63). Er ist der Vater von Lugano-Spieler Santeri Alatalo. Aber auch der Finne konnte den Luganesi bisher die nötigen Impulse nicht geben. 

Zwar schaffen die Tessiner Ausreisser wie der überraschend deutliche 6:1-Sieg gegen Meister EV Zug. Doch als Nächstes folgt eine 1:4-Pleite in Pruntrut – dem HCL fehlen das Selbstvertrauen und die Konstanz. Am Dienstag steht das Tessiner Derby gegen Ambri an, den ersten Vergleich gewann Lugano auswärts noch 4:1. Sollte es in der heimischen Corner Arena erneut eine Abreibung geben – es ist nicht auszudenken, wie die Fans reagieren. 

Wenns mal läuft, gelingt fast alles

Servette und Biel befinden sich im Hoch. Die Genfer haben erst viermal in dieser Saison verloren, die Seeländer sogar nur dreimal. Zudem gewann der EHCB die letzten acht Partien. Damit stellen die Seeländer den clubinternen Rekord ein. Zuletzt als Verlierer vom Eis mussten die Bieler ausgerechnet gegen Schlusslicht Lugano. Doch das schien ein einsamer Ausrutscher gewesen zu sein. 

Ebenfalls wieder eine kleine Serie gestartet hat Servette, mit zuletzt drei Siegen. Bei den Genfern stimmt viel zusammen, die Stimmung im Team ist bestens. Und wenn vieles klappt, versucht man auch mal Unmögliches. So wie der Zuckerpass von Vincent Praplan im Spiel gegen Davos (siehe Video unten). Sein Mitspieler und Captain Noah Rod konnte diesen aber nicht verwerten und die Genfer verloren die Partie trotz 4:1-Führung noch in der Verlängerung. Alles kann also nicht funktionieren, seither gab es aber die erwähnten drei Siege. Und Servette steht noch immer an der Tabellenspitze – das hatten vor Saisonstart auch nur die wenigsten so erwartet. 

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