Aktualisiert 09.12.2010 08:07

Champions-League-Theater

«Wir laden ein, wen wir wollen»

In der Justiz-Posse zwischen dem internationalen Verband und dem SCB bekräftigt IIHF-Boss Dr. René Fasel den Ausschluss der Schweizer. Er weist den Vorwurf der Nötigung von sich.

von
Klaus Zaugg
IIHF-Boss Dr. René Fasel ist sich keiner Schuld bewusst.

IIHF-Boss Dr. René Fasel ist sich keiner Schuld bewusst.

Ist es Nötigung, wenn IIHF-Boss Dr. René Fasel die Schweizer Klubs aus der neuen Champions League ausschliessen will, falls der SC Bern seine Klage gegen die IIHF nicht zurückzieht? Es gibt hochangesehene Juristen, die sagen, dies sei der Fall. Und das wäre dann scharfe juristische Munition für den SCB.

Dr. René Fasel weist jedoch gegenüber 20 Minuten Online den Vorwurf der Nötigung weit von sich: «Die neue Champions Hockey League basiert auf Einladungen. Wir laden ein, wen wir wollen. Von Nötigung kann keine Rede sein, wenn wir jemanden nicht einladen. Es ist ja nachvollziehbar, dass wir nicht einen Gast einladen, mit dem wir uns in einem Rechtsstreit befinden.»

Daher sieht Dr. Fasel dem Rechtsstreit vor dem Internationalen Sportgericht in Lausanne mit Gelassenheit entgegen. Der SCB fordert für die Absage der alten Champions League von der IIHF eine Entschädigung von etwas mehr als einer Million Franken und die anderen für die damalige Champions League qualifizierten Klubs warten gespannt auf das Gerichtsurteil: Sollte der SCB gewinnen, können auch sie ihre Forderungen an die IIHF stellen.

Fehler gefunden?Jetzt melden.