Aktualisiert 14.07.2009 09:51

Fressbalkenparty«Wir lassen uns nicht vertreiben»

Nach der Grosskontrolle auf der Raststätte Würenlos wehren sich Fans für ihr Tuning-Treffen. Doch aus den eigenen Reihen gibts auch kritische Stimmen.

von
Roman Hodel

Der 21-jährige Kosovare Lulzim* ist Stammgast am Tuning-Treffen auf der Raststätte Würenlos. Auch am letzten Samstag war er da, als die Polizei eine Grosskontrolle durchführte. Er ärgert sich über das harte Vorgehen: Es sei doch friedlich hier und es gebe keine Schlägereien. Wegen der angekündigten weiteren Kontrollen ist das Treffen allerdings in Gefahr. Lulzim sagt: «Wir lassen uns nicht vertreiben. Würenlos forever!» Das sehen nicht alle so: «Gut, dass die Polizei durchgreift», sagt Tuning-Fan Patrick Zimmermann (28). «Viele Leute dort schaden dem Ruf der Tuning-Szene.» So seien etwa die in Würenlos praktizierten «Burnouts» an offiziellen Tuning-Anlässen verpönt.

Gegen organisierte Treffen, die überdies am Tag stattfinden, hat auch die Stras­senopfervereinigung Roadcross nichts. «Doch solche nächtlichen Treffen mit Lärm und Rasen wie auf der Raststätte verurteilen wir aufs Schärfste», sagt Geschäftsleiterin Valesca Zaugg. Sie begrüsst deshalb die Polizeikontrollen. «Es muss den Leuten verleiden, mit ihren getunten Autos nach Würenlos zu fahren.»

*Name geändert

Wüste Szenen in der Raststätte Würenlos: Die Autorowdies drehten buchstäblich durch

(Videos: YouTube)

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