Sinplus: «Wir leben von 2000 Franken im Monat»

Aktualisiert

Sinplus«Wir leben von 2000 Franken im Monat»

Die Schweizer ESC-Teilnehmer aus dem Jahr 2012 haben 80'000 Franken in ihre neue Platte investiert. Dafür mussten sie privat zurückstecken.

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Die Kosten für eine Album-Produktion sind kein Pappenstiel. Das wissen auch Sinplus: 80'000 Franken haben die Schweizer Teilnehmer des Eurovision Song Contest 2012 für ihre neue Scheibe aufgeworfen, die Anfang 2014 erscheinen soll. Während vier Monaten haben die beiden Brüder «Up to Me» im Londoner 140db-Studio aufgenommen.

«Der ESC war eine Wahnsinnserfahrung und hat sich auch finanziell gelohnt», sagt Sänger Gabriel Broggini. Das Geld wurde in eine eigene Firma gesteckt, an der weitere Investoren beteiligt sind. «Hauptsächlich Leute aus unserem näheren und weiteren Umfeld», so der 31-Jährige. «Zu wissen, dass Leute an uns glauben, motiviert uns zusätzlich», sagt er.

So klingt die neue Sinplus-Single «Phoenix From the Ashes»:

Quelle: Youtube/sinplustv

Auf grossem Fuss können die beiden trotzdem nicht leben. «Wir zahlen uns einen Monatslohn von 2000 Franken pro Monat aus», erklärt der jüngere Bruder, Gitarrist Ivan. «Wenn man sich für ein Leben als Musiker entscheidet, muss man mit Entbehrungen rechnen. Ausserdem brauchen wir keinen Luxus und fette Karren», sagt Gabriel. Er teilt sich eine Wohnung mit Langzeitfreundin Lisa Panigada, die beim ESC den Bass schmückte. «Wir hatten nach dem ESC eine Beziehungskrise, jetzt wissen wir aber wieder, was wir aneinander haben.»

Auch Ivan braucht nicht viel Geld für die Miete: Er ist ein echter Glückspilz und lebt trotz Niedriglohn in einer Villa in Locarno. «Es ist das Haus eines Freundes. Ich hüte es, bis es verkauft wird. Und bei den Ladys funktioniert es auch ganz gut», so der Langzeitsingle schmunzelnd.

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