Krise bei GC: «Wir müssen aus dem Schlamassel rausfinden»
Aktualisiert

Krise bei GC«Wir müssen aus dem Schlamassel rausfinden»

Schlusslicht Luzern rückt näher. Die Lage bei GC wird ungemütlich. «Jetzt muss jeder für den anderen kämpfen, dann kriegen wir noch die Kurve», sagt Michael Lang.

von
Eva Tedesco

Nach nur drei Siegen und drei Remis, aber acht Niederlagen steht GC mit 12 Punkten auf Rang 8. Weil aber Luzern am Samstag den FCZ geschlagen hat, beträgt der Vorsprung der Hoppers auf das Tabellenschlusslicht aus der Zentralschweiz nur noch drei Punkte. Zudem hat der FCL noch ein Spiel weniger ausgetragen. Zwischen GC und Luzern liegt in der Tabelle noch Aufsteiger Vaduz. Die Ländle-Kicker müssen am Sonntag zu YB nach Bern.

Die Interviews nach den Matchs fallen den GC-Spielern von Spiel zu Spiel schwerer. «Letztlich sind es wir gewesen, die uns in diese Situation gespielt haben. Deshalb müssen wir Spieler dafür gerade stehen und gemeinsam aus dem Schlamassel rausfinden», sagt Michael Lang. Die Antworten auf die Fragen fallen indes von Woche zu Woche ähnlich aus. Die meisten bemühen den Konjunktiv – die Sprache der Verlierer.

Langs Premiere auf der «Sechs»

«Der Fussball lebt nicht vom Konjunktiv, das ist so. Wir müssen unsere Leistung unbedingt verbessern. Es kommt nicht drauf an, wie wir gewinnen - aber wir müssen gewinnen. Mehr Punkte steigern das Selbstvertrauen und mit Selbstvertrauen können wir auch spielerisch mehr Akzente setzen und das ist unser Ziel», so der Rechtsverteidiger, der gegen Basel erstmals im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kam. Nach der Suspendierung von Vero Salatic, der Sperre von Grichting (Dingsdag musste in die Innenverteidigung zurück) und Amir Abrashi gingen GC die Sechser aus.

«Wir müssen in den vier Partien vor der Winterpause möglichst viele Punkte holen. Jeder muss für den anderen kämpfen, laufen und spielen», so Lang weiter, «dann werden wir die Kurve auch wieder kriegen und der Weg von GC sicher weitergehen». Zu Ende ging indes eine Serie von acht Spielen (inklusive Cup) in Folge ohne Niederlage gegen Basel. Im November 2012/13, also vor knapp zwei Jahren, haben die Hoppers (0:4) letztmals gegen Rotblau verloren.

Rückeroberung der Leaderposition

«Ärgerlich ist die Niederlage, weil wir gut begonnen, aber unsere Chancen nicht verwertet haben. Basel geht hingegen mit der ersten Chance in Führung. Das 0:2 hat uns das Genick gebrochen», sagt Daniel Pavlovic. Dafür bekam das Basler Publikum nach zwei Remis (Thun, Sion) wieder einen Sieg zu sehen und sich nach der Niederlage des FCZ gegen Luzern zudem über die Rückeroberung der Leaderposition freuen.

Immerhin. Denn berauschend war der Auftritt der Rotblauen auch diesmal nicht. Trotz Effizienz (mit der ersten Chance zum 1:0) war das Spiel der Bebbi in der ersten Halbzeit enttäuschend zäh und fehlerhaft. Basel kam erst nach dem 2:0 (47. Gonzalez) besser in sein Spiel und erarbeitete sich die Überlegenheit, die man vom Meister – gegen ein GC in der Krise sowieso – im Heimspiel erwartet hatte.

Allerdings nicht in dem Mass, um den Fans in Hinblick auf das Champions-League-Spiel am Dienstag gegen Ludogorez Rasgrad damit restlos die zwiespältigen Gefühle zu nehmen. Der bulgarische Meister wird sich, das hat er beim Heimsieg in Sofia, gezeigt, nicht nur eine (halbe) Halbzeit wehren, wie es GC getan hat.

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