Bergsturz in Bondo GR: «Wir müssen die grossen Felsen sprengen»
Aktualisiert

Bergsturz in Bondo GR«Wir müssen die grossen Felsen sprengen»

Nach dem Bergsturz im Bergell muss der Schuttkegel freigesprengt werden. Selbst aus Zürich werden Spezialisten aufgeboten.

von
J. Furer / S. Ehrbar

Roman Rüegg, Sprecher der Kantonspolizei Graubünden, im Interview mit 20 Minuten. (Video: jen/ehs)

Seit Sonntag werden im Kegel des Bergsturzes von Bondo GR Sprengungen durchgeführt. Das, weil einige Geröllteile sogar für die schweren Maschinen zu gross sind. Die Arbeiten könnten allerdings wieder unterbrochen werden müssen.

«Es ist mit weiteren Abbrüchen und Murgängen zu rechnen», sagt Roman Rüegg, Sprecher der Kantonspolizei Graubünden, zu 20 Minuten (siehe Video). Das entspreche der Lagebeurteilung der Fachleute.

Unterstützung aus allen Landesteilen

Noch immer sind etwa eine Million Kubikmeter Masse am Berg. Sie sind «potenziell absturzgefährdet», sagt Rüegg. Die Suche nach den acht Vermissten ruht weiterhin. Wann sie wieder aufgenommen wird, ist unklar.

Die Aufräumarbeiten werden nun intensiviert. Dafür wurden sogar Baumaschinen von Firmen aus Zürich aufgeboten. «Vor Ort brauchen wir viel schweres Material», sagt Rüegg. Im Tal habe es davon nicht genug. «Deshalb brauchen wir Unterstützung aus allen Landesteilen.»

Deine Meinung