Aktualisiert 27.06.2014 08:46

Fabian Schär«Wir müssen einen Toptag erwischen»

Beim letzten WM-Achtelfinal, den die Nati gespielt hat, fieberte Fabian Schär als Teenager vor dem TV mit. Am Dienstag muss er gegen Messi und Co. selbst ran.

von
E. Tedesco und S. Compagno, Porto Seguro

Als die Schweiz 2006 in Deutschland gegen die Ukraine im Penaltyschiessen die Segel streichen musste, war Schär noch keine 15 Jahre alt, kickte in der Wiler Jugend und eine WM kam höchstens in den Bubenträumen des Ostschweizers vor. Sein kometenhafter Aufstieg als Fussballer begann erst sechs Jahre später, als er im Sommer 2012 zum FCB wechselte und unter Murat Yakin zu einem der talentiertesten und coolsten Innenverteidiger der Schweiz wurde.

Gegen Honduras kam der FCB-Innenverteidiger mit 22 Jahren nun zu seinem ersten WM-Spiel. Sein zweiter Einsatz wird bereits der Achtelfinal sein und das ausgerechnet gegen Argentinien - zweifacher Weltmeister (1978 und 1986) und eine der besten Auswahlen der Welt. Doch grosse Namen bereiten Schär kein Bauchweh, hat er mit Basel auf internationaler Ebene schon Duelle gegen Klubs wie zum Beispiel Chelsea, Tottenham und Schalke erlebt.

Ohne Druck gegen Argentinien

«Argentinien ist etwas vom Besten. Sich mit einem der besten Länder der Welt und einem der besten Spieler der Welt messen zu können, ist eine riesige Aufgabe. Wir haben die Qualität, aber wir wissen auch, dass wir einen Toptag erwischen müssen», so der Ostschweizer.

Das erste Ziel sei mit dem Erreichen des Achtelfinals geschafft und damit sei auch der Druck gewichen, der vor dem Spiel in Manaus gegen Honduras auf der Mannschaft gelastet habe. «Nach dem, was alles geschrieben wurde, und den Erwartungen war der Druck gross und das Weiterkommen ein Muss. Aber wir haben gewusst, dass es eine schwierige Aufgabe wird und nicht selbstverständlich ist, für die Schweiz einen Achtelfinal zu erreichen. Wir können ohne Druck in die Partie gehen und werden alles dran setzen, ein gutes Resultat zu erzielen.»

Viele Reaktionen aus der Heimat

Die Reaktionen via Sms und die Fotos, die er gesehen habe, die ihn aus der Schweiz erreicht haben, liessen ihn und die Nati aus der Entfernung spüren, wie gross die Euphorie und die Freude über den Erfolg in der Heimat ist. «Das ist unglaublich, wie viele Reaktionen ich erhalten habe. Wir freuen uns, dass wir so die Nähe der Fans in der Schweiz spüren und wollen zeigen, dass die Schweiz stolz auf uns sein kann.»

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