Aktualisiert 07.08.2011 08:28

FCB-Rückkehrer Fabian Frei

«Wir müssen mit dem einen Punkt leben»

Zwei Teileinsätze und zweimal in der Startelf sind mehr, als Fabian Frei nach seiner Rückkehr aus St. Gallen erwarten konnte. Sein Fazit fällt zufriedenstellend, aber auch kritisch aus.

von
Eva Tedesco
FCB-Mittelfeldspieler Fabian Frei der Sieger im Kopfball-Duell mit Sittens Rodrigo. (Keystone/AP)

FCB-Mittelfeldspieler Fabian Frei der Sieger im Kopfball-Duell mit Sittens Rodrigo. (Keystone/AP)

Vor 799 Tagen, am 29. Mai 2009, figurierte der U21-Vize-Europameister letztmals in der Starformation der Rotblauen. Das 0:3 gegen YB in der letzten Runde der Saison 2008/09 war das letzte Spiel von Trainer Christian Gross und das (vorerst) letzte von Fabian Frei. Der Mittelfeldspieler wurde nach St. Gallen ausgeliehen, wo er zwei Jahre lang Stammspieler (64 Spiele/13 Tore) war. Seit Juni ist Frei zurück und will sich beim FCB durchsetzen. Seine ersten Spiele waren vielversprechend. Auch am Samstag beim 3:3 gegen den FC Sion zeigte Fabian Frei neben Routinier Benjamin Huggel einen guten Auftritt.

Fabian Frei, haben die starken Sittener überrascht?

Überrascht nicht. Wir haben gewusst, dass Sion technisch und taktisch gut drauf ist und waren auch sehr gut eingestellt. Nein, wir sind sicher nicht überrascht worden. Sion hat gut gespielt.

Und hat Rotblau zu Hause drei Mal in Rückstand gebracht.

Ja, aber die ersten zwei Tore sind aus Standard-Situationen gefallen. Wir haben diese Gegentreffer kassiert, weil bei uns die Zuordnung überhaupt nicht gestimmt hat. Das müssen wir anschauen und analysieren. Danach haben wir etwas aufgemacht, weil wir noch gewinnen wollten. In dieser Situation haben wir dann auch das dritte Tor erhalten.

Danach hat es nach einer Heimniederlage ausgesehen, bis Cabral dem FCB noch einen Punkt gerettet hat. Sind Sie so gesehen zufrieden mit dem Punkt?

Wie gesagt, wir sind dreimal in Rückstand gelegen und konnten dreimal wieder ausgleichen. Das zeigt, dass wir eine gute Moral haben und der Teamgeist intakt ist. Aber wir wollten das Heimspiel unbedingt gewinnen. So gesehen sind wir natürlich mit einem Punkt nicht zufrieden, aber wir müssen damit leben.

Wie beurteilen Sie Ihre persönliche Leistung?

Ich glaube, meine Leistung war okay. Ich hatte kaum Ballverluste und konnte mich auch sonst gut einbringen. Das Zusammenspiel mit Beni Huggel klappt schon ganz gut. Ich denke, dass ich zufrieden sein, aber sicher auch noch zulegen kann.

Es fällt auf, dass Sie Ihre Rolle beim FCB weniger offensiv interpretieren, als etwa in der U21-Nati oder in St. Gallen. Warum?

Das ist so. Ich habe in St. Gallen sicher offensiver gespielt. Da hatte ich aber auch zwei defensive Sechser hinter mir, die abgesichert haben. Ich wollte beim FCB die Sache langsam aufbauen und muss auch darauf achten, wo Huggel steht. Geht er nach vorn, sichere ich ab. Aber ich weiss schon, dass ich forscher auftreten muss und mich offensiv noch mehr einbringen kann.

Aber irgendwie wirkt Ihre Spielweise verhalten. Ist es nicht vielleicht die Furcht vor Fehlern und davor, auf der Ersatzbank zu landen?

Sicher nicht. Wenn ich so denken würde, müsste ich aufhören. Ich habe die Qualität nach vorne zu arbeiten, aber deshalb muss ich trotzdem schauen, ob es die Situation zulässt. Wie gesagt: Ich weiss, dass ich offensiver auftreten kann.

Just Cabral, der in der 65. Minute für Sie eingewechselt wurde, hat den späten Ausgleich erzielt. Kann das im nächsten Spiel Folgen für Sie haben?

Ich habe mich gefreut über den Ausgleich. Ich gebe immer alles und versuche den Trainer mit meiner Qualität zu überzeugen. Mehr kann ich nicht und wenn es nicht reicht, dann muss ich halt noch mehr Gas geben.

Was muss der FCB mehr machen, damit es am Samstag für einen Sieg reicht?

Wir müssen uns sicher noch einmal die Standards genau anschauen. In der Offensive war unser Spiel in Ordnung und drei Tore gegen Sion sprechen für uns.

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