Betancourt für Gespräche mit der FARC: «Wir müssen mit Terroristen sprechen»
Aktualisiert

Betancourt für Gespräche mit der FARC«Wir müssen mit Terroristen sprechen»

Ingrid Betancourt hat sich bei einem Besuch in Spanien für Gespräche mit der kolumbianischen Guerillabewegung FARC ausgesprochen.

Es gebe zwei unterschiedliche Denkweisen zum Umgang mit dem Terrorismus, sagte die ehemalige FARC-Geisel am Mittwoch dem Radiosender Cadena SER. «Die einen sagen, dass man nicht mit Terroristen spricht. Die anderen, zu denen ich gehöre, sagen, dass wir mit ihnen sprechen müssen, gerade weil sie Terroristen sind.»

Terroristische Gruppen dürften nicht isoliert werden, forderte die ehemalige kolumbianische Präsidentschaftskandidatin, die im Juli nach mehr als sechs Jahren in der Hand der FARC von einem Militärkommando befreit wurde. Stattdessen müsse man von ihnen immer wieder eine Erklärung für ihre Aktionen verlangen. «Die Lösung besteht nicht darin, die Tür zu schliessen, sondern sie im Gegenteil aufzudrücken.» (dapd)

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