Andres Ambühl: «Wir müssen noch einmal Vollgas geben»
Aktualisiert

Andres Ambühl«Wir müssen noch einmal Vollgas geben»

Im Playoff-Final zwischen dem SC Bern und den ZSC Lions kommt es zur Finalissima. Nach dem 6:3-Erfolg wollen die Zürcher nun die Festung in Bern nochmals knacken und den Titel holen.

von
Herbie Egli

Andres Ambühl, Thibaut Monnet und Mark Streit über den Ausgleich in der Finalserie zwischen dem SC Bern und den ZSC Lions. (Video: 20 Minuten Online)

Die ZSC Lions haben definitiv zum Tore schiessen zurückgefunden. Gleich sechs Mal landete die schwarze Hartgummischeibe im sechsten Spiel der Finalserie im Berner Tor. Damit kommt es am Dienstag in der Bundeshauptstadt zum grossen Showdown im allesentscheidenden siebten Spiel.

Im Startdrittel fielen erneut keine Tore. Nach der ersten Pause legten die Zürcher aber los wie die Feuerwehr und schossen innert 144 Sekunden gleich drei Tore. Thibaut Monnet eröffnete das Skore in der 25. Minute, Andres Ambühl erhöhte nur 30 Sekunden später auf 2:0. «Wir haben einen guten Start erwischt. Danach waren wir aber etwas zu passiv und Bern kam nochmals heran. Zum Glück konnten wir gleich wieder ein Tor erzielen. Ich denke, wir haben verdient gewonnen», so der unermüdliche Kämpfer der ZSC Lions. Mit dem Ausgleich in der Serie beginnt der Playoff-Final wieder von vorne. Es entscheidet aber nur noch ein Spiel über den Titel. «Jetzt steht es wieder 0:0 und wir müssen nochmals nach Bern. Ob es ein Vor- oder Nachteil ist, kann ich nicht sagen. Wir müssen noch einmal Vollgas geben», so Ambühl.

«Die Nerven spielen eine grosse Rolle»

ZSC-Stürmer Thibau Monnet zweifelte nicht gross daran, dass sie die Serie im eigenen Stadion ausgleichen können. «Wir haben ein super Team und immer an uns geglaubt. Über den Kampf fanden wir zum Sieg und haben die Serie nun ausgeglichen. Jetzt gibt es noch ein Spiel.» Dass die Zürcher auch in Bern gewinnen können, haben sie in Spiel 5 der Finalserie mit dem 2:1-Sieg nach Verlängerung gezeigt. Das Team von Trainer Antti Törmänen ist also gewarnt.

Beim sechsten Spiel in Zürich war auch NHL-Star Mark Streit von den New York Islanders anwesend. Er bereitet sich mit der Nati auf die WM vor. Eine Prognose für das siebte und entscheidende Spiel wagt er nicht. Aber er weiss aus eigener Erfahrung, wie eine Finalissima zu bestreiten ist. «Bern spielt zuhause vor 17 000 Zuschauern. Ich hatte mit dem ZSC auch schon auswärts ein siebtes Spiel in Lugano bestritten. Die Nerven spielen eine grosse Rolle und jenes Team, das den ersten Treffer erzielt, hat sicher einen Vorteil», so der Nati-Verteidiger.

Streit erlebte dieses siebte Spiel mit dem ZSC 2001. Damals drehten die Zürcher die Finalserie gegen Lugano nach einem 1:3-Rückstand und wurden im Tessin Meister. Nun haben die Lions gegen Bern nach einem 1:3-Rückstand in der Serie zum 3:3 ausgeglichen und können den Titel ebenfalls in einem siebten Spiel auswärts noch gewinnen.

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