Autofreie Basler City: «Wir nehmen Bussen in Kauf und fahren weiter»
Aktualisiert

Autofreie Basler City«Wir nehmen Bussen in Kauf und fahren weiter»

Für Pizza-Kuriere und Lieferservices ist das Verkehrskonzept in der Innenstadt ein Problem – die Leser sind gespalten.

von
Camille Haldner

Mit dem Verkehrskonzept wird die Kernzone der Innenstadt weitgehend autofrei. Zu- und Abfahrten sind nur noch für Anwohner, ansässiges Gewerbe, Taxis und zu eingeschränkten Zeiten für Lieferanten möglich. Darüber hinaus gehende Fahrten erfordern eine Bewilligung (20 Minuten berichtete).

Das stellt Basler Lieferservices vor grosse Probleme. «Um unsere Kunden in der Innenstadt halten zu können, müssen die Kuriere das Auto stehen lassen und den Rest zu Fuss gehen, was für uns höhere Kosten bedeutet», sagt Oliver Galli, Geschäftsführer von Pizza Blitz. «Wenn es wirklich so weit kommt, werden wir die Bussen in Kauf nehmen und unsere Kunden weiter mit dem Auto beliefern. Sonst können wir gleich zumachen», meint Michel von Allmen, zuständig für das Marketing von Yoko Sushi Basel. «Im Sommer erhalten wir sehr viele Bestellungen an die Rheinpromenade. Als einzige Lösung sehe ich deshalb Velokuriere», findet Illyess Bouali, stellvertretender Geschäftsführer von Biernotruf.

Innenstadt zu Fuss bedienen

Die 20-Minuten-Leser sind gespalten. Peter Moser meint: «Pizzakuriere können auch mit dem Velo ausliefern oder die Innenstadt zu Fuss bedienen. Verbot ist Verbot.» Andere sind gar nicht einverstanden mit der neuen Regelung. «Für mich ist das ganz ehrlich einfach eine Fortschrittsverweigerung und eine sinnlose Einschränkung der Marktwirtschaft», meint Leser antigrün.

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