Lucien Favre: «Wir nehmen den FC Zürich sehr ernst»
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Lucien Favre«Wir nehmen den FC Zürich sehr ernst»

Cupsieger 2005, Meister 2006 und 2007. Die jüngere Geschichte des FC Zürich ist untrennbar mit Lucien Favre verbunden. 7 Jahre nach seinem Abgang kehrt der Erfolgscoach zurück.

von
Sandro Compagno

20 Minuten: Lucien Favre, was haben Sie gedacht, als Ihnen und Ihrer Borussia Mönchengladbach der FC Zürich zugelost wurde?

Lucien Favre: Gut, es war ja durchaus möglich, dass wir es mit einem Schweizer Gegner zu tun bekommen würden. YB und der FCZ waren in Topf 3, wir in Topf 2. Aber natürlich freue ich mich sehr, gegen den FC Zürich zu spielen. Ich hatte vier unvergessliche Jahre in Zürich, es war eine fantastische Zeit.

Sie gelten als Coach, der sich akribisch auf gegnerische Mannschaften vorbereitet. Wie gut kennen Sie den FC Zürich noch?

Ich arbeite jetzt seit sieben Jahren in Deutschland. Offen gestanden habe ich lange kein Spiel einer Schweizer Mannschaft mehr gesehen. Aber ein paar Spieler kenne ich noch: Marco Schönbächler hat bei mir in der 1. Mannschaft angefangen. Yassine Chikhaoui ist noch da, und Amine Chermiti kenne ich von meiner Zeit bei Hertha Berlin.

Der FCZ sah gegen Bundesligisten zuletzt selten gut aus. Wie ernst nehmen Sie Ihren Ex-Klub?

Sehr ernst. Der FCZ hat wieder eine gute Mannschaft. Wir wissen, dass die Nummern 1, 2 und 3 in der Schweiz allesamt gute Mannschaften sind. Da besteht gar kein Zweifel.

Ihre Borussia ist mit einer 7:0-Gala gegen Sarajewo in die Gruppenphase gestürmt. Zufrieden?

Es war nicht einfach. Wir führten zur Halbzeit zwar 3:0, aber Sarajewo hatte auch einige Chancen, weil wir nicht gut verteidigten. Aber wir waren sehr effizient und am Schluss war es ein richtig schönes Spiel.

Die Borussia-Fans jedenfalls kamen auf ihre Kosten. In Mönchengladbach scheint das Europacup-Fieber zu grassieren.

Ja, das Stadion war voll, die Stimmung war unglaublich. Ein ausverkauftes Stadion in der Europa League, das findest du nur in Gladbach. Und ich verspreche Ihnen eines: Es wird auch gegen den FC Zürich voll sein.

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