Trumps erste 100 Tage: «Wir schaffen eine Menge»

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Trumps erste 100 Tage«Wir schaffen eine Menge»

Fast 100 Tage ist Donald Trump nun schon US-Präsident. Er selber zieht eine äusserst positive Bilanz.

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mlr/kle
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Donald Trump blickt nach seinen ersten 100 Tagen im Amt als US-Präsident mit leichter Wehmut auf sein früheres Leben.

Donald Trump blickt nach seinen ersten 100 Tagen im Amt als US-Präsident mit leichter Wehmut auf sein früheres Leben.

epa/Olivier Douliery / Pool
Er vermisse einiges, räumte er am 27. April 2017 in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters ein. «Ich liebte mein früheres Leben», sagt der ehemalige Immobilien-Unternehmer, «ich habe so viele verschiedene Dinge gemacht.»

Er vermisse einiges, räumte er am 27. April 2017 in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters ein. «Ich liebte mein früheres Leben», sagt der ehemalige Immobilien-Unternehmer, «ich habe so viele verschiedene Dinge gemacht.»

AP/Alex Brandon
Als US-Präsident arbeite er mehr als früher. «Ich dachte, es wäre leichter», zieht er Zwischenbilanz. «Du lebst wirklich in deinem eigenen, kleinen Kokon. Die Sicherheitsmassnahmen sind so massiv, dass du wirklich nirgendwo hingehen kannst», sagt Trump.Im Bild: Trump spaziert am 3. März 2017 mit seinen Enkelkindern Arabella und Joseph Kushner im Garten des Weissen Hauses.

Als US-Präsident arbeite er mehr als früher. «Ich dachte, es wäre leichter», zieht er Zwischenbilanz. «Du lebst wirklich in deinem eigenen, kleinen Kokon. Die Sicherheitsmassnahmen sind so massiv, dass du wirklich nirgendwo hingehen kannst», sagt Trump.Im Bild: Trump spaziert am 3. März 2017 mit seinen Enkelkindern Arabella und Joseph Kushner im Garten des Weissen Hauses.

AP/Pablo Martinez Monsivais

US-Präsident Donald Trump hat am Freitag eine selbstzufriedene Bilanz seiner ersten hundert Tage im Amt gezogen. «Ich muss Ihnen sagen, ich glaube nicht, dass irgendjemand getan hat, was wir in hundert Tagen haben tun können», sagte Trump im Weissen Haus in Washington bei der Unterzeichnung eines Dekrets. «Also sind wir sehr glücklich.» Dann flog er von Washington nach Atlanta.

Die symbolische 100-Tage-Schwelle sei zwar ein «falscher» Beurteilungsmassstab, aber: «Wir schaffen eine Menge», sagte Trump. In den US-Medien spielte die 100-Tage-Bilanz am Freitag eine grosse Rolle. Unter anderem ordnete der Präsident Einreisestopps für Bürger vorwiegend muslimischer Länder an, die von Gerichten kassiert wurden.

Ein wahrer Freund der NRA

Im März scheiterte Trump im Repräsentantenhaus mit seinem Vorhaben, die Gesundheitsreform seines Vorgängers Barack Obama durch eine kostengünstigeres Modell zu ersetzen. Anfang April liess er einen syrischen Luftwaffenstützpunkt mit Raketen beschiessen.

Als erster US-Präsident seit Ronald Reagan vor 35 Jahren besuchte Trump am Freitag die Jahresversammlung der mächtigen Waffenlobby National Rifle Association (NRA). «Ihr habt einen wahren Freund im Weissen Haus», rief er den Anwesenden zu. «Ihr habt mich unterstützt, ich werde Euch unterstützen.» Die NRA hatte im vergangenen Jahr zur Wahl Trumps aufgerufen. Er werde «die Freiheiten der Amerikaner» beschützen, sagte er in Atlanta.

Die 100-Tages-Schwelle wird Trump am Samstag nehmen, an diesem Tag will er vor Anhängern im Bundesstaat Pennsylvania eine Rede halten. Der Auftritt findet am Abend in Harrisburg statt. (mlr/kle/sda)

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