Zwischenbilanz Impfungen Basel-Stadt - «Wir sehen eine hohe Impfbereitschaft bei den Jungen» 
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Zwischenbilanz Impfungen Basel-Stadt«Wir sehen eine hohe Impfbereitschaft bei den Jungen»

Die Impfkampagne im Kanton Basel-Stadt ist auf Kurs. Rund zwei Drittel der impfberechtigten Bevölkerung sind entweder bereits geimpft oder für eine Impfung angemeldet. Bald sollen sich auch Jugendliche ab zwölf Jahren impfen lassen können.

von
Seline Bietenhard
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Laut dem Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger ist die Impfkampagne in Basel-Stadt auf Kurs.

Laut dem Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger ist die Impfkampagne in Basel-Stadt auf Kurs.

20min/Seline Bietenhard
68 Prozent der Impfberechtigten haben sich bereits für eine Impfung angemeldet oder haben sie bereits erhalten.

68 Prozent der Impfberechtigten haben sich bereits für eine Impfung angemeldet oder haben sie bereits erhalten.

20min/Simon Glauser
Bald können sich auch Jugendliche ab zwölf Jahren mit dem Impfstoff Pfizer/Biontech impfen lassen.

Bald können sich auch Jugendliche ab zwölf Jahren mit dem Impfstoff Pfizer/Biontech impfen lassen.

20min/Marco Zangger

Darum gehts

  • Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt zieht eine positive Zwischenbilanz bei der Impfkampagne.

  • Rund zwei Drittel der impfberechtigten Bevölkerung ist entweder bereits geimpft oder für eine Impfung angemeldet.

  • Bald sollen sich auch Jugendliche ab 12 Jahren impfen können.

  • Die Impfbereitschaft bei den Personen ab 16 Jahren ist gross.

  • Ab Herbst soll auch in Basler Arztpraxen und Apotheken geimpft werden.

Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt zieht eine positive Zwischenbilanz der Ende Dezember gestarteten Impfkampagne gegen das Coronavirus. Das von der Firma Meconex betriebene kantonale Impfzentrum bei der Messe nahm Ende Dezember 2020 den Betrieb auf. Laut Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger ist die Impfkampagne auf Kurs. «Ich freue mich über den raschen Fortschritt der Basler Impfkampagne», sagte Engelberger in einer Medienkonferenz.

68 Prozent der Impfberechtigten haben sich laut dem Gesundheitsdepartement bereits für eine Impfung angemeldet oder haben sie bereits erhalten. «Das ist eine erfreuliche Zahl», so Engelberger. Insgesamt wurden fast 147’000 Impfdosen verabreicht, pro Tag werden im kantonalen Impfzentrum bis zu 3000 Personen geimpft.

Impfen von Jugendlichen ab zwölf Jahren

Nachdem Swissmedic am 4. Juni den Impfstoff von Pfizer/Biontech für Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen hat, können sich auch bald in Basel-Stadt Jugendliche ab zwölf Jahren im Impfzentrum impfen lassen. Gemäss Kantonsarzt Thomas Steffen warten sie noch die Empfehlungen der Eidgenössischen Kommission für Impffragen EKIF ab. Sie seien in Vorbereitung für eine rasche Erweiterung des Impfangebots. Die Impfungen sollen in Begleitung eines Elternteils erfolgen.

Seit Mitte Mai erhalten in Basel-Stadt auch Personen ab 16 Jahren einen Impftermin, und die Impfbereitschaft von Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren sei laut Anne Tschudin, Leiterin Kommunikation, sehr hoch. «Es haben sich bereits 58 % der Jugendlichen entweder bereits für eine Impfung angemeldet oder wurden schon zum ersten Mal geimpft», so Tschudin. Gesundheitsdirektor Engelberger merkte an, dass sie davon ausgehen würden, dass sich die Anzahl an impfwilligen Jugendlichen noch stark erhöhen wird.

«Wir raten allen Einwohnern, sich für die Impfung anzumelden»

Auf der Webseite des Impfzentrums ist eine Prognose zu sehen, wann angemeldete Personen (mit Stichtag 7. Juni) mit einem Impftermin für die erste Impfung rechnen können. Die Prognosen werden laufend angepasst.

Bis Ende August sollen laut Kantonsarzt Thomas Steffen 70 Prozent der Impfberechtigten zwei Mal geimpft werden. Sie würden die Impfkampagne weiterführen. Es soll genügend Impfstoff vorhanden sein für alle Impfwilligen. Viele seien noch skeptisch oder unentschlossen, ob sie sich impfen lassen wollen.

Laut Gesundheitsdirektor Engelberger sei eine weitere Erhöhung der Impfbereitschaft anzustreben, damit man möglichst bald wieder zur Normalität zurückkehren könne. «Ich rufe deshalb alle impfberechtigten Einwohnerinnen und Einwohner auf, sich für die Impfung anzumelden», so Engelberger.

Ab Herbst soll auch in Arztpraxen und Apotheken geimpft werden

Die Kantonsapothekerin Esther Ammann sagte an der Medienkonferenz, dass ab Herbst schrittweise und teilweise auch in Arztpraxen und Apotheken geimpft werden soll. «Das Gesundheitsdepartement befindet sich aktuell in Gesprächen mit der Medizinischen Gesellschaft und dem Baselstädtischen Apotheken-Verband», so Ammann. Das Impfzentrum am Messeplatz soll aber weiterhin die Mehrheit der Impfungen verabreichen, jedoch künftig durch Impfungen in Arztpraxen und Apotheken ergänzt werden.

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