Ausgang des Grauens: «Wir sind fast erfroren»
Aktualisiert

Ausgang des Grauens«Wir sind fast erfroren»

Was ein lauschiger Samstagabend werden sollte, wurde zu einer Tortur. Schuld war ein Navigationsgerät - oder vielmehr ein fehlendes. Jedenfalls brachte es vier Freunden aus Schaffhausen nicht nur viel Ärger, sondern auch einen gehörigen Schnupfen.

Ärger mit Türstehern, blöde Anmachen, gestohlene Taschen und Rempeleien - mitunter gerät der Ausgang zum ärgerlichen Abenteuer. 20-Minuten-Leser berichten von ihren schlimmsten Erlebnissen. Heute: Arthur aus Schaffhausen (vollständiger Name der Redaktion bekannt).

«Es war im Winter. In Schaffhausen war wieder mal tote Hose und ich beschloss mit einem Kumpanen nach Zürich in den Ausgang zu gehen. Wir wählten als Partylocation die Kanzlei, wo eine fesche Reggae/ Dancehallfiesta auf dem Programm stand. Der Club befindet sich nahe der Langstrasse, wo sich des Nachts auch einige schräge Gestalten rumtreiben.

Zur Anfahrt hatte ich mein Navigationsgerät mitgenommen, da wir nicht genau wussten, wie wir am schnellsten zum Ziel gelangen. Als wir ausstiegen, machte ich sodann den folgenschweren Fehler: Ich deponierte das Navi nicht im Handschuhfach, sondern liess es an der Scheibe kleben. Wir feierten eine wilde Party und so gegen vier Uhr morgens machten wir uns auf dem Weg zum Auto. «Mist!», entfuhr es mir, als ich mein Auto sah. Jemand hatte mit einem Stein die Seitenscheibe eingeschlagen und mein Navigationsgerät entwendet. Nur das Aufladekabel war noch da.

Mürrisch fegte ich die Scherben vom Fahrersitz und wir machten uns auf den Heimweg. Doch das Schlimmste stand erst bevor. Auf der Autobahn von Zürich nach Schaffhausen wehte eine eisige Winterbrise durch das Seitenfenster, wir wären fast erfroren! Vor allem der Mitfahrer auf dem Rücksitz war nahe am Erfrierungstod. Es war so skandalös, dass es eigentlich schon wieder lustig war. Ich kaufte gleich am nächsten Tag ein neues Navigationsgerät. Hoffe, dass das Navi den Dieb im Nirvana rumschickt.»

Ihr schlimmstes Erlebnis

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