Aktualisiert

Bangen um Baumgartner«Wir sind froh, dass abgebrochen wurde»

Felix Baumgartner ist am Wind gescheitert. Er brach den Versuch, aus 37 Kilometern Höhe aus einem Heliumballon zu springen, noch vor dem Start ab. Doch der Österreicher gibt nicht auf.

von
bee

Extremsportler Felix Baumgartner sass bereits in seiner Spezialkapsel und funkte «Ready to go» an die Kommandozentrale, als in letzter Sekunde sein Start abgeblasen wurde. «Cancel for the mission today. Sorry, we have to abort», meldete sein Mentor Joe Kittinger. Eine starke Bö über der Wüste New Mexicos hatte verhindert, dass der Österreicher seinen geplanten Sprung aus der Stratosphäre endlich umsetzen konnte.

Die Enttäuschung war gross, als er seinen Startplatz in Roswell wieder verlassen musste – genauso wie bei den Millionen von TV-Zuschauern, die das Ereignis live mitverfolgen wollten (unseren Liveticker mit den Experten Dahm und Toggweiler finden Sie hier). Der Frust stand Baumgartner ins versteinerte Gesicht geschrieben. Viel soll er beim Ausstieg aus der Kapsel nicht gesagt haben – er habe lediglich einen Kaugummi verlangt und mit den Schultern gezuckt.

Gesprächiger war hingegen sein Bruder Gerald, der nach der Zitterpartie klare Worte fand: «Wir sind froh, dass abgebrochen wurde. Wir haben gesehen, dass der Ballon den Boden leicht gestreift hat. Ein kleines Steinchen kann die Ballonhülle aufritzen. Sicherheit geht vor», sagte er dem österreichischen Kurier.

Mit 800 Sachen in Richtung Erde

«Das Wetter wird schon mal passen»

Viele aufmunternde Worte kommen auch aus dem Internet. In diversen Blogs zeigen seine Fans eine ungebrochene Unterstützung: «Alles Gute!!! Das Wetter wird schon mal passen und dann wirst du mal zeigen, was so ein kleines Land wie Österreich alles erreichen kann!», schreibt eine Frau auf servustv.com. Ein anderer doppelt nach: « Daumen hoch! Schade, dass es heute nicht geklappt hat!! Verfolge dein Projekt schon lange und ich weiss, es wird irgendwann auch mit dem Wetter klappen!!!» Und ein dritter appelliert an sein Durchhaltevermögen: «Felix, du musst unbedingt deinen Traum durchsetzen.»

Heldenhafter Empfang für «Stratos-Skydiver»

Dass Baumgartner nicht aufgeben wird, steht wohl ausser Frage. Zu lange hat sich der «furchtlose Felix» auf die Mission vorbereitet, als erster Mensch beim Sprung aus der Stratosphäre die Schallmauer zu durchbrechen. Bereits haben er und sein Team den morgigen Donnerstag ins Visier genommen. Meteorologen spekulieren noch darüber, ob die Crew dann bessere Wetterbedingungen vorfinden würde als an den letzten beiden Tagen. «Der Donnerstag ist ein Tag mit Potenzial, aber es ist schwierig vorauszusagen», sagt Wetterchef Don Day gegenüber den Medien. Es sei zwar Regen zu erwarten, aber am sehr frühen Morgen könnte ein Versuch möglich sein.

Noch am Dienstag hatte Baumgartner kurz vor seinem zweiten Sprung eine Videobotschaft auf Facebook veröffentlicht, die jetzt wohl auch als Motto für seinen dritten Anlauf herhalten soll: «Ich weiss, dass ihr mir alle die Daumen drückt. Macht das auch weiterhin, denn es bedeutet mir sehr viel.»

Die Mission

(Quelle: YouTube/spiegeltv)

Deine Meinung