Noch keine Bewerbung erhalten - «Wir sind ganz lieb» – Erstklässler suchen per Video neue Lehrperson
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Noch keine Bewerbung erhalten«Wir sind ganz lieb» – Erstklässler suchen per Video neue Lehrperson

Primarschülerinnen und Primarschüler in Schötz LU suchen eine neue Klassenlehrperson. Sie soll, so wünschen sie sich in einem Video, «lieb sein», «nicht schimpfen» und «viel helfen». Noch hat sich für die 100-Prozent-Stelle niemand gefunden.

von
Cheyenne Wyss

Im Video wünschen sich die Kinder, dass die neue Klassenlehrperson «gut zeichnen, singen und Handorgel spielen kann».

Peter Bigler / Schule Schötz

Darum gehts

  • In Schötz LU fehlt noch immer eine Lehrperson für die erste und zweite Klasse.

  • In dem Video sagen nun die Kinder, wie sie sich ihre künftige Klassenlehrperson vorstellen.

  • Hinter dem Video steckt der Schötzer Schulleiter Peter Bigler, der sich Sorgen macht, weil er bis jetzt «noch keine einzige Bewerbung erhalten hat».

«Ich wünsche mir von meiner neuen Lehrerin, dass sie lieb, mega nett ist und mir auch viel helfen könnte», beginnen die Schülerinnen und Schüler der gemischten ersten und zweiten Klasse in Schötz ihr Video auf Facebook. Mit dem Video wollen sie eine Klassenlehrperson finden. Denn die 100-Prozent-Stelle als Klassenlehrperson ist immer noch nicht besetzt. «Bis jetzt habe ich noch keine einzige Bewerbung erhalten», sagt Peter Bigler, Schulleiter der Schule Schötz, auf Anfrage von 20 Minuten.

«Wir sind offen für verschiedene Lösungen»

«Es ist keine einfache Situation». Denn nun drängt die Zeit. Gegenüber der Luzerner Zeitung sagt Bigler, dass er sich bewusst sei, dass kurz vor den Sommerferien die Mehrheit der ausgebildeten Lehrpersonen bereits eine Stelle für das nächste Schuljahr habe. Und deshalb wolle er mit dem Video auf Emotionen setzen. «Wir sind offen für verschiedenen Lösungen», so Bigler zu 20 Minuten. «Es können Wiedereinsteigende, Teilzeitlehrpersonen, oder jemand, der sich kurzfristig umentschieden hat, sein».

Stelle unbesetzt zu lassen sei keine Option

Parallel dazu würden auch Gespräche mit Lehrpersonen an der Schule Schötz, um allfällige Pensen umverteilen zu können, laufen, verrät Bigler der LZ weiter. Die Stelle als Klassenlehrperson sei zentral, sie unbesetzt zu lassen, keine Option. Bigler braucht jemanden, der am 23. August vor die Klasse steht.

Es sei schwieriger geworden, Stellen zu besetzen

Der Schulleiter sagt auch, dass es schwieriger geworden sei, Stellen zu besetzen. Einerseits würden zu wenige junge Lehrpersonen nachkommen, um jene zu ersetzen die in Pension gehen. Andererseits sei die Schule im Wandel. «Man kommt weg vom Lehrer, hin zum Lerncoach.» Dieser Wandel führe zu einer höheren Fluktuation.

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