Aktualisiert 28.02.2014 11:39

Shkelzen Gashi

«Wir sind heiss auf das Derby»

Am Samstag steigt das 236. Zürcher Derby. Die Ausgangslage ist so offen wie selten. Beide Teams haben einen Lauf. Shkelzen Gashi und GC sind heiss darauf, die FCZ-Serie zu stoppen.

von
Eva Tedesco

Im 236. Zürcher Derby wird es am Samstag heiss zu- und hergehen. Die Grasshoppers, momentan auf Rang drei klassiert, trennen nur drei Punkte von Platz fünf und Stadtrivale FC Zürich. Vor der wichtigen Partie sprach 20 Minuten mit GC-Mittelfeldass Shkelzen Gashi.

Shkelzen Gashi, der FC Zürich hat 2014 jedes Spiel gewonnen. Kann GC diesen Lauf stoppen?

Shkelzen Gashi: Jede Serie geht einmal zu Ende – sogar «Baywatch» gibt es nicht mehr. (Lacht.) Im Ernst: Wir sind heiss auf das Derby und brauchen die drei Punkte, um vorne in der Tabelle dranzubleiben.

GC hat vor einer Woche mit einem 1:1-Heimremis gegen Basel einen Dämpfer im Titelrennen hinnehmen müssen. Haben Sie die vergebene Chance weggesteckt?

Wir waren so nah dran. Klar hat das einen Tag danach noch geschmerzt. Aber am Samstag steht das Derby an und da muss man nach vorne schauen.

Der FCZ ist mit vier Siegen und der maximalen Ausbeute von 12 Punkten in die Rückrunde gestartet. Dabei hat er lediglich zwei Gegentore kassiert. Wie wird die Antwort von GC auf diese Bilanz aussehen?

Wie gesagt: Wir wollen diese Serie beenden. Das Derby ist diesmal so offen wie schon lange nicht mehr. In der letzten Saison waren wir in der Tabelle weit vor dem FCZ. Diesmal kommen sie mit viel Selbstvertrauen aus einer Serie, die vieles einfacher macht. Wenn es dir läuft, kommt auch noch das nötige Wettkampfglück dazu. Aber auch wir haben aus vier Spielen sieben Punkte gemacht und Basel an den Rand einer Niederlage gedrängt. Wir haben in den letzten vier Spielen zehn Tore erzielt. Die ganze Mannschaft arbeitet offensiv, aber auch defensiv sehr gut.

Das Toreschiessen ist GC über lange Phasen in der Vorrunde nicht so einfach gefallen. Was ist jetzt anders?

Es ist Kreativität da. Alle wollen etwas mehr machen und zeigen – auch, weil wir das Vertrauen des Trainers spüren, der an unsere Qualität glaubt und uns machen lässt. Wir haben Spass am Spiel und wenn es in der Mannschaft funktioniert, dann tut sich jeder Einzelne leichter.

Sie sprechen die gute Form von Caio, der beim 5:1 in St. Gallen bei vier Toren die Füsse im Spiel hatte, Ben Khalifa und auch Ihre an?

Nicht nur, es bringt die ganze Mannschaft nach vorn. Caio hat Bundesliga-Erfahrung und sprüht vor Spielfreude, wenn es der Mannschaft läuft. Munas (Dabbur, Anm. d. Red.) hat in seinem Debüt gegen St. Gallen gleich zwei Tore geschossen. Das nimmt dir als Stürmer Druck weg und macht die Integration einfacher. Wir werden von Spiel zu Spiel stärker und das soll der FCZ am Samstag zu spüren bekommen.

Sie kommen von «ennet der Gleise», haben von 2005 bis 2009 beim FCZ gespielt. Macht das für Sie die Derbys spezieller?

Ein Derby ist immer speziell. Klar macht es Freude, aber da müssten für mich viele Spiele «speziell» sein, weil ich ja schon einiges hinter mir habe. (Schaffhausen, Bellinzona, Xamax, Aarau, Anmerk. d. Red.). Dieses Derby macht einfach die Situation speziell, dass beide Teams einen Lauf haben. Das macht es diesmal richtig spannend.

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