Aktualisiert 04.06.2015 13:41

Mysteriöse Schlange

«Wir sind mit dem Latein am Ende»

Die Polizei sucht weiterhin fieberhaft nach der mysteriösen Schlange von Pratteln. Möglicherweise wurde diese ausgesetzt.

von
mf

Noch immer fehlt jede Spur von der Schlange, welche vergangenen Freitag in Pratteln BL einen Gemeindearbeiter am Waldrand angespien und am Auge verletzt hat.

Bei solchen Vorfällen wird immer wieder der Rat des Thurgauer Schlangenzüchters Roger Aeberhard beigezogen. Zwar deuteten die Beschreibungen des Tiers auf eine Speikobra hin, sei man aber mit einer Schlange konfrontiert, falle es dem Opfer oft schwer, die Beobachtungen richtig wiederzugeben: «Nach meiner Erfahrung weicht die Realität gerade in Grösse, Dicke und Farbe der Schlange oft von der Beobachtung ab», gibt Aeberhard zu bedenken. Ob es sich wirklich um eine in der Schweiz nicht ansässige Speikobra handle, könne bis zum Auffinden der Schlange nicht mit Sicherheit bestätigt werden.

Suche nach der Nadel im Heuhaufen

«Ist eine Schlange in einem Gebäude entwichen, kann man sie mit Futterfallen wieder einfangen», so der Schlangenzüchter. Im freien Gelände dürfte es jedoch nahezu unmöglich sein, ein solches Tier aufzustöbern.

Dies musste auch die Polizei des Kantons Basel-Landschaft erfahren. Auch am Mittwochmorgen war sie auf der Suche nach der Schlange – bislang erfolglos. Das Waldstück am Rand eines Wohngebiets von Pratteln bleibt damit vorsichtshalber weiterhin gesperrt. Sollte man als Passant auf das Tier treffen, empfiehlt die Polizei ruhig zu bleiben, sich langsam zu entfernen und die Notrufnummer 112 zu verständigen.

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