Highspeed-Oval Papenburg – Wir sind mit über 6000 PS auf die Highspeed-Strecke
3000 Meter Vollgas: Das Highspeed-Oval Papenburg war Schauplatz eines Tunertreffens der Extraklasse.

3000 Meter Vollgas: Das Highspeed-Oval Papenburg war Schauplatz eines Tunertreffens der Extraklasse.

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300 km/h? Kein Problem!Wir sind mit über 6000 PS auf die Highspeed-Strecke

Sieben Tuning-Boliden, mehr als 6000 PS, ein Highspeed-Oval und die grosse Frage: Wer war der Schnellste?

von
Michael Lusk / A&W Verlag

Im norddeutschen Papenburg steht eine der exklusivsten Teststrecken für die Auto- und Reifenindustrie überhaupt. Ein Highspeed-Oval mit zwei rund vier Kilometer langen Geraden eignet sich ideal dafür, auch die schnellsten Autos bis zur Höchstgeschwindigkeit auszufahren. Ein ideales Spielfeld also für das Who-is-who der Tuningszene, um aus dem Stand 3000 Meter lang Vollgas zu geben. Um es vorweg zu nehmen: Die magische 300-km/h-Marke knackten sie alle.

BMW M4 von AC Schnitzer: 304 km/h

Los gings mit einem BMW M4 von AC Schnitzer mit 590 PS. Der Bayer schaffte 304 km/h.

Los gings mit einem BMW M4 von AC Schnitzer mit 590 PS. Der Bayer schaffte 304 km/h.

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Der BMW M4 gehört zu den beliebtesten Autos bei Tuning-Fans. Schon in der Serie leistet der Bayer 510 PS, AC Schnitzer kitzelt 80 zusätzliche Pferdchen aus dem Motor – macht 590. Damit ist der Bayer der Underdog an diesem Event. Dennoch schlägt er sich wacker. Schon im ersten Anlauf schafft es das graue Coupé auf über 300 km/h, beim zweiten Versuch zeigt die Messanlage 304 km/h. Eine Punktlandung, denn bei Tempo 305 würde die Elektronik weiteren Vortrieb ohnehin abwürgen.

Audi RS6 Avant von MTM : 313 km/h

Auch im Audi RS6 Avant von MTM mit 1001 PS fiel die 300er-Marke deutlich: 313 km/h warens genau.

Auch im Audi RS6 Avant von MTM mit 1001 PS fiel die 300er-Marke deutlich: 313 km/h warens genau.

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Mit 1001 PS war der Audi RS6 Avant von MTM an diesem Tag der stärkste. Und der Überkombi lieferte erst auch richtig ab. 8,6 Sekunden auf 200 km/h, 21,5 auf 300 km/h. Dann das Malheur. Der von 600 auf 1001 PS leistungsgesteigerte Motor kam an seine Grenzen, ein Ladedruckschlauch hat sich verabschiedet. Der Kombi nimmt schlagartig Leistung zurück, zieht eine Rauchwolke hinter sich her. Das Ende des Rekordversuchs, kann bei solchen Extremumbauten passieren.

Mercedes-AMG GLE 63 S von Brabus: 324 km/h

Die 300er-Marke schaffte der 900 PS starke Brabus 900 Rocket Edition mit 324 km/h ebenfalls locker. 

Die 300er-Marke schaffte der 900 PS starke Brabus 900 Rocket Edition mit 324 km/h ebenfalls locker.

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Beim Preis setzte Brabus schon vor dem ersten gefahrenen Meter einen Rekord: 453'000 Euro oder umgerechnet fast 500'000 Franken kostet der Brabus 900 Rocket Edition – ein wie der Name es schon sagt, 900 PS starker Mercedes-AMG GLE 63 S. Noch monströser ist das Drehmoment von 1250 Newtonmeter. Dafür hat der bekannte Mercedes-Tuner nicht einfach nur an der Software geschraubt, sondern den Motor komplett umgebaut. Das Resultat? 324 km/h, Weltrekord für SUV.

Porsche 911 Turbo von MTM: 344 km/h

Der 910 PS starke MTM-Porsche 911 Turbo erreichte 344 km/h. Ohne ein Missverständnis wäre deutlich mehr drin gelegen.

Der 910 PS starke MTM-Porsche 911 Turbo erreichte 344 km/h. Ohne ein Missverständnis wäre deutlich mehr drin gelegen.

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Gleich drei Porsche 911 Turbos waren in Papenburg dabei. Mit 910 PS der stärkste der Vertreter von MTM. Sonst eher auf Audis spezialisiert, wagte sich der Audi-Veredler MTM aus Ingolstadt für einmal an die Sportwagen-Ikone aus Zuffenhausen. Launch Control und Feuer, bis 300 km/h lag der graue Elfer im 911er-Duell noch ganz vorn. Doch an diesem Tag hatte MTM gleich doppelt Pech. Wegen eines Missverständnisses ging der Testfahrer schon 900 Meter vor dem Ziel vom Gas. Schade, weg war zumindest der Sieg im Porsche-Triell.

Porsche 911 Turbo von Techart: 350 km/h

Techart knackte ebenfalls mit einem Porsche 911 Turbo und 770 PS Leistung als Dritter an diesem Tag sogar die 350-km/h-Marke.

Techart knackte ebenfalls mit einem Porsche 911 Turbo und 770 PS Leistung als Dritter an diesem Tag sogar die 350-km/h-Marke.

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Des einen Leid, des anderen Freud: Techart nutzte den Patzer seines Konkurrenten, und überflügelte mit seinem roten Exponat den MTM-Elfer und brannte eine Geschwindigkeit von 350 km/h nach 3000 Metern in den Asphalt. 770 PS haben die Leonberger dafür aus dem 3,8 Liter grossen Turbomotor herausgeholt, 120 mehr als in der Serie. Bis Tempo 300 nimmt er dem Werksauto damit 5 Sekunden ab, in der Spitze legt er 20 km/h drauf. Dennoch war noch ein Porsche schneller.

Porsche 911 Turbo von 9FF: 353 km/h

Der schnellste Elfer war aber jener von 9FF. Der 800-PS-Renner legte noch ein Mü drauf, erreichte 353 km/h.

Der schnellste Elfer war aber jener von 9FF. Der 800-PS-Renner legte noch ein Mü drauf, erreichte 353 km/h.

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Und zwar der von 9FF. In Sachen Topspeed hat der Porsche-Tuner aus Dortmund schon einen fast legendären Ruf in der Branche, stellte schon etliche Rekorde auf. Auch dieses Jahr nutzten die Mannen rund um Firmenchef Jan Fathauser jeden Trick, um die Nase vorn zu haben. So montierten sie bei ihrem 800 PS starken Turbo sogar den Heckflügel ab, um noch einige km/h mehr Endgeschwindigkeit rauszuholen. Am Ende warens 353 km/h. Schnellster Porsche, aber da war noch einer an diesem Tag in Papenburg…

Lamborghini Huracan Performante von Klasen Motors: 384 km/h

Eine Liga für sich war der Sieger, ein 1180 PS starker Lamborghini Huracan Performante von Klasen Motors. Unglaubliche 384 km/h nach 3000 Metern sind ein neuer Rekord.

Eine Liga für sich war der Sieger, ein 1180 PS starker Lamborghini Huracan Performante von Klasen Motors. Unglaubliche 384 km/h nach 3000 Metern sind ein neuer Rekord.

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Nämlich ein 1180 PS starker Lamborghini Huracan Performante von Klasen Motors. Mit Ethanol-Unterstützung und verlängerter Übersetzung bis theoretischen 401 km/h hielt der Top-Favorit dem Druck stand und fuhr in Papenburg alles in Grund und Boden. Eine 4 vorne war selbst für den Huracan ausser Reichweite, aber mit unfassbaren 384 km/h donnerte der Italiener nach 3000 Metern über die Ziellinie, ein neuer Rekord beim Event. Ob für die Ewigkeit, entscheidet sich spätestens in zwei Jahren, wenn Continental wieder zum Papenburg 3000 ruft.

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