Interview mit Gürkan Sermeter: «Wir sind noch ein wenig verspielt»
Aktualisiert

Interview mit Gürkan Sermeter«Wir sind noch ein wenig verspielt»

Mit 34 Jahren wechselte er von Aarau in die Sonnenstube: Gürkan Sermeter will in seiner 15. Profi-Saison mit Bellinzona überraschen.

von
Michael Wegmann

Gürkan Sermeter, wie haben Sie sich in Bellinzona eingelebt?

Gürkan Sermeter: Sehr gut. Das Tessin hat so einen Hauch von Unbekümmertheit und Lockerheit, dass sich alle schnell wohl fühlen.

Wie stark stufen Sie die AC Bellinzona ein?

Gürkan Sermeter: Wir sind spielerisch eine ganz feine Truppe, das Niveau im Training ist hoch,

jede Position ist doppelt besetzt. Vielleicht sind wir noch ein wenig zu verspielt, und mauern können wir auch nicht. Deshalb werden wir unser Heil wohl in der Offensive suchen müssen.

Trainer Marco Schällibaum meinte, ein Nicht-Abstiegsplatz wäre ein Erfolg.

Gürkan Sermeter: Da hat er doch recht. Das Ziel muss Ligaerhalt heis­sen, alles andere wäre ja für einen Aufsteiger arrogant.

Wo hat die AC Bellinzona noch Defizite im Vergleich zu anderen Klubs in der Super League?

Gürkan Sermeter: Man muss hier sicher die Infrastruktur anpassen. Das wird auch getan. Wegen Bauarbeiten in unserem Stadion mussten wir fürs Training nach Tenero ausweichen.

Haben Sie mit 34 Jahren noch den gleichen Biss wie zu Beginn Ihrer Karriere?

Gürkan Sermeter: Ja, Ich habe immer noch Freude, bin immer noch fit und sehr ehrgeizig.

Am 17. Juli reisen Sie nach Armenien zur Uefa-Cup-Quali gegen Ararat Jerewan.

Gürkan Sermeter: Mit YB war ich auch schon in Armenien. Es wird ein hartes Spiel bei schwülen Temperaturen. Doch diese Spiele sind nur das Zückerli, unser Augenmerk gilt der Liga.

Die Serie zum Saisonstart

Die Super League startet mit einem Ausrufezeichen in die Saison 2008/09: YB – Basel heisst der Auftakt am nächsten Freitag.

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