26.07.2020 17:02

Schweizer auf Kos«Wir sind schockiert über Zustände am Flughafen»

Bei der Sicherheitskontrolle herrschte am Flughafen von Kos ein grosses Gedränge, wie ein Video zeigt. Ein Schweizer Tourist findet das verantwortungslos.

von
Daniel Waldmeier

Chaotische Szenen am Flughafen von Kos.

Video: Leser-Reporter

Darum gehts

  • Körperkontakt statt Abstand: In der Abflughalle von Kos konnten Hygienemassnahmen nicht mehr eingehalten werden.
  • Ein Edelweiss-Passagier hat die Szenen gefilmt.

Nach zwei Wochen Ferien in Griechenland wollte ein Leser-Reporter gestern Abend von Kos zurück in die Schweiz fliegen. Am Flughafen sei es allerdings mit der Entspannung vorbei gewesen, berichtet der Leser. «Wir können noch immer nicht glauben, was wir gestern erleben mussten.»

So sei bei der Sicherheitskontrolle in der Abflughalle ein Chaos ausgebrochen, weil Passagiere befürchteten, nicht mehr rechtzeitig durch die Kontrolle zu kommen. «In dieser kleinen Halle selbst hatte es mehrere Hundert Personen, bei lediglich zwei Sicherheitsschleusen. Die Absperrungen wurden von Passagieren geöffnet, man hörte viele verzweifelte Personen, die nicht mehr weiter wussten. Die Menge drückte in Richtung Kontrollbereich.» Der Passagier berichtet von direktem Körperkontakt zu anderen Reisenden.

Flughafen-Mitarbeiter versuchte, die Leute zu beruhigen

Der Leser sagt, ein Schutzkonzept habe er in der heissen Halle nicht erkennen können. «Wir sind zutiefst schockiert über diese Zustände auf einem Flughafen in Zeiten von Corona.»

Im Video oben ist zu sehen, wie ein Flughafenmitarbeiter die Menge vergeblich auffordert, Ruhe zu bewahren – ohne Maske. Der Leser fragt sich, warum der Flughafen nicht mehr Personal eingestellt hat, um eine solche Situation zu verhindern. Es sei unverständlich, dass Griechenland bei der Ankunft Corona-Tests bei ausgewählten Reisenden durchführe, während bei der Rückreise das komplette Chaos herrsche.

Verantwortlich für die Abfertigung der Gäste am Boden ist nicht die Airline, sondern der Flughafen. Dieser war am Sonntag für 20 Minuten nicht zu erreichen. Auch Edelweiss konnte sich noch nicht zum Vorfall äussern.

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