Glarner-Post: «Wir sind stolz auf jeden einzelnen Lehrabgänger»
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Glarner-Post«Wir sind stolz auf jeden einzelnen Lehrabgänger»

SVP-Nationalrat Andreas Glarner veröffentlichte auf Facebook die Namen von Lehrlingen einer Aldi-Filiale. Nun äussert sich der Detailhändler.

von
Claudius Seemann
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Will zeigen, dass wir «langsam fremd im eigenen Land werden»: SVP-Nationalrat und Asylchef Andreas Glarner.

Will zeigen, dass wir «langsam fremd im eigenen Land werden»: SVP-Nationalrat und Asylchef Andreas Glarner.

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Glarner ist bekannt für provozierende Aktionen. Vor einem Jahr hatte er die Handynummer einer Zürcher Lehrerin auf Facebook veröffentlicht – weil sie einem muslimischen Jungen für einen Feiertag frei gegeben hatte.

Glarner ist bekannt für provozierende Aktionen. Vor einem Jahr hatte er die Handynummer einer Zürcher Lehrerin auf Facebook veröffentlicht – weil sie einem muslimischen Jungen für einen Feiertag frei gegeben hatte.

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Glarner hier in der Debatte um die Selbstbestimmungsinitiative in der Sommersession 2018 im Nationalrat in Bern.

Glarner hier in der Debatte um die Selbstbestimmungsinitiative in der Sommersession 2018 im Nationalrat in Bern.

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Darum gehts

  • SVP-Nationalrat Andreas Glarner veröffentlichte auf Facebook die ausländischen Namen der Lehrabgänger bei Aldi in Perlen LU.
  • Jetzt nimmt Aldi Stellung zum Post: Sie hätten die Aufmerksamkeit mehr als verdient.

«Die Namen der Lehrabgänger bei Aldi in Perlen ...»: Das schrieb Andreas Glarner in einem Facebook-Post am Montagabend. In diesem ist ein Zeitungsausschnitt mit zahlreichen Namen ausländischer Herkunft zu sehen, welche die Lehre bei Aldi abgeschlossen haben. Gegenüber Nau.ch sagte Glarner, er wolle zeigen, dass wir «langsam fremd im eigenen Land werden».

Der Beitrag hat über 2000 Kommentare ausgelöst. Viele User gratulieren den Lernenden zum erfolgreichen Abschluss. Nun nimmt auch Aldi Stellung zum Post des SVP-Nationalrats. «Wir freuen uns über die mittlerweile mehr als 1500 verdienten Glückwünsche, die unsere Lernenden seitdem unter dem Post erhalten haben», sagt Sprecher Philippe Vetterli. Sie würden eine wichtige Rolle in der Versorgung der Schweizer Bevölkerung spielen und hätten die Aufmerksamkeit, die sie nun erhalten, mehr als verdient.

Bei Aldi hat man laut Vetterli den Post von Glarner zur Kenntnis genommen. «Wir sind stolz auf jede und jeden einzelnen unserer schweizweit bereits rund 450 erfolgreichen Lehrabgänger», so der Aldi-Sprecher. «Selbstverständlich werden wir auch in Zukunft auf die Ausbildung der Fachkräfte von Morgen in den Bereichen Detailhandel, Logistik, KV und IT setzen.» Aldi entscheide sich stets für die geeignetsten Bewerber, da für Aldi Faktoren wie Motivation und Leistungsbereitschaft klar im Vordergrund stünden.

Auch Köppel reagiert

Auf den entsprechenden Post meldet sich auch Glarners Parteikollege Roger Köppel. «Integration über Lehrstellen und Arbeit ist genau der richtige Weg, viel besser als die Direkteinwanderung in den Sozialstaat, die Nichtintegration bewirkt», kommentiert der Weltwoche-Chefredaktor. «Diese Lehrlinge machen einen super Job», ergänzt er.

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