«Wir spielen mit-, und nicht gegeneinander»

Aktualisiert

«Wir spielen mit-, und nicht gegeneinander»

An der Basketball-WM in Japan sind die USA auf dem besten Weg, sich zu rehabilitieren.

113:73 (59:29) fertigten gestern die Amerikaner Australien im Achtelfinal ab. Wie erwartet war dies kein Prüfstein für die US-Boys – jedoch nicht nur wegen ihrer individuellen Klasse. «Dieses Team kümmert sich wirklich um Basketball», so Shane Battier, Starter gegen Australien, nach dem Sieg, «wir spielen mit-, und nicht gegeneinander.»

Während die Vorgänger von Dwyane Wade, LeBron James, Carmelo Anthony und Co. vielmehr durch ihre Egos statt durch Titelgewinne auffielen, trumpft die jüngste Ausgabe mit Teamplay auf. Seit den Olympischen Spielen in Sydney 2000 haben die USA keinen Titel mehr geholt. In Japan soll nun die Rehabilitation her. Daher wurde nicht mehr ausschliesslich auf Superstars wie Kevin Garnett oder Tim Duncan gesetzt, sondern auf ein ausgewogenes Team mit vielen Rollenspielern – und Mike Krzyzewski, einem gewievten und erfahrenen College-Coach.

Nächster Gegner auf dem Weg zum Titel ist Deutschland (am Mittwoch ab 12.30 Uhr live auf DSF). Nüchtern betrachtet werden aber auch Nowitzki und Co. keine Chance haben. Oder wie DBB-Coach Dirk Bauermann, Augenzeuge der US-Gala gegen Australien, meinte: «Wenn wir hundertmal gegen die USA spielen, können wir vielleicht zweimal gewinnen.»

(nmi)

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