Aktualisiert 14.03.2013 11:30

Bayern-Hoeness poltert«Wir spielen seit drei Wochen schönen Dreck»

Mit Ach und Krach erreicht Bayern München die Viertelfinals der Champions League. Präsident Hoeness ist klar, dass so in der Königsklasse nichts zu gewinnen ist.

von
heg

Es hätte nicht viel gefehlt – nur ein weiteres Tor von Arsenal – und Vorjahresfinalist Bayern München wäre in der Königsklasse bereits im Achtelfinale gescheitert. Das Team von Trainer Jupp Heynckes brachte das 0:2 aber über die Runden und zog dank dem 3:1-Sieg im Hinspiel in die Viertelfinals ein. Die dürftige Leistung und der Umstand, dass man im 37. Pflichtspiel der Saison zum ersten Mal kein Tor schoss, gibt den Herren in der Führungsetage aber zu denken. Sie erheben sogar den Mahnfinger.

«Wir spielen seit drei Wochen schönen Dreck», polterte Präsident Uli Hoeness nach dem Spiel. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ging mit den eigenen Schützlingen ebenfalls hart ins Gericht: «Wir können von Glück reden, dass wir in London ausreichend Tore erzielt haben. Das muss ein Warnschuss sein für die Champions League.» Selbst Trainer Heynckes wusste, dass sein Team nur knapp an einer Blamage vorbeischrammte. «Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen.»

Negativ-Trend hält an

Bayern ist in der Bundesliga zwar weiterhin auf Meisterkurs und im DFB-Pokal im Halbfinale – trotzdem ist bei den Münchnern der Schlendrian eingekehrt. Nun muss der Negativtrend rasch gestoppt werden. «Wir haben seit einigen Wochen, ob in Hoffenheim, gegen Düsseldorf oder heute, nicht mehr so gut gespielt», so Hoeness. «Wenn die Mannschaft jetzt die richtigen Konsequenzen zieht, dann ist es noch fünf vor zwölf. So gewinnen wir jedenfalls nichts in der Champions League.»

In den letzten beiden Bundesligaspielen konnte der deutsche Rekordmeister jeweils nur mit Mühe gewinnen. Beim 3:2-Erfolg gegen Düsseldorf lagen die Münchner zweimal in Rückstand, ehe Jérôme Boateng vier Minuten vor Schluss den Siegtreffer markierte. Auch der 1:0-Sieg gegen Hoffenheim kam nur mühsam zustande.

Nur keinen Viertelfinal gegen Dortmund

Wollen die Bayern in der Königsklasse weiter mitreden, müssen sie sich steigern. Der Weg Richtung Endspiel im Wembley-Stadion in London wird immer steiler. Bereits am Freitag werden am Uefa-Hauptsitz in Nyon die Viertelfinal-Paarungen ausgelost. Es gibt keine gesetzten Teams und Mannschaften aus dem gleichen Land können einander zugelost werden. Rummenigge hofft, «dass es kein deutsch-deutsches Duell» mit Borussia Dortmund gibt. Wie sagte Ehrenpräsident Franz Beckenbauer einst? «Schaun mer mal.»

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