Philippe Montandon: «Wir stehen da, wo wir hingehören»
Aktualisiert

Philippe Montandon«Wir stehen da, wo wir hingehören»

Der FC St. Gallen und der FCB trennen sich 1:1. Die Ostschweizer knöpfen dem Meister damit in der laufenden Saison bereits den vierten Punkt ab.

von
Eva Tedesco

Philippe Montandon zum St. Galler 1:1 gegen den FCB. (Video: 20 Minuten Online)

Das erste Heimspiel haben die Ostschweizer gegen den FC Basel – damals noch unter Trainer Heiko Vogel - am 25. August 2012 mit einem 2:1 zu ihren Gunsten beendet. Am Sonntagnachmittag reichte es den Espen zwar nicht zum Sieg, aber zur Punkteteilung. Captain Philippe Montandon war dennoch nicht zufrieden mit dem Resultat.

Philippe Montandon, der FCSG hat dem Meister in der laufenden Meisterschaft in drei Begegnungen vier Punkte abgeknöpft. Sie machen dennoch keinen glücklichen Eindruck?

Philippe Montandon: Tatsächlich, es wäre fast mehr drin gelegen von den Punkten her. Aber wir beweisen dennoch immer wieder, dass wir eine Supertruppe zusammenhaben. Vor allem zu Hause sind wir immer wieder gut, auch einen grossen Gegner zu bezwingen. Das haben wir auch gegen den FCB wieder gezeigt. Auf jeden Fall müssen wir uns vor niemandem verstecken.

Waren Sie überrascht, dass der FCB nicht so kompakt und druckvoll aufgetreten ist, als in den letzten Spielen?

Nein, sie haben immer noch eine starke Mannschaft, aber wir haben auch nicht viel zugelassen und waren von Anfang an sehr präsent. Aber man hat schon gemerkt, dass sie wieder einige Umstellungen vorgenommen hatten und wir ein eingespieltes Team zusammenhaben. Dennoch haben sie enorm viel Qualität und das 1:1 ist hoch anzurechnen – auch wenn wir im Moment vielleicht nicht ganz zufrieden sind.

Ich gehe davon aus, dass Sie vor allem mit der Chancenauswertung nicht zufrieden sind.

Das ist so. Wenn man die Chancen anschaut, denke ich, müssen wir das Spiel gewinnen. Sie haben eine einzige Möglichkeit und verwerten diese. Das ist Clerverness und auch Klasse. Wir hingegen haben unsere Chancen eben nicht gemacht. Schade, dass wir es nicht gepackt haben, drei Punkte zu holen. Aber unter dem Strich ist es ein schöner Fussballnachmittag gewesen und wir nehmen den Punkt.

Auf den FCZ auf Platz fünf hat St. Gallen nunmehr elf Punkte Vorsprung. Mit der Europa League werden Sie zehn Runden vor Schluss langsam ernsthaft rechnen?

Wir sind auf gutem Weg, dass wir uns in der Rückrunde auch wieder gefunden haben. Wir haben von Spieltag zu Spieltag bestätigt, dass wir dahin gehören, wo wir stehen. Wir leisten jedes Wochenende gute Arbeit, spielen sehr ehrlichen Fussball und bis jetzt haben wir unsere Tabellenlage sicherlich verdient. Den Rest schauen wir erst am 1. Juni an, wenn wir das letzte Spiel hinter uns haben.

St. Gallen-Trainer Jeff Saibene zum 1:1 gegen Basel. (Video: 20 Minuten Online)

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