Sponsoren reagieren auf Fan-Protest - Entscheidet sich am 11. Mai der FCB-Machtkampf?
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Sponsoren reagieren auf Fan-ProtestEntscheidet sich am 11. Mai der FCB-Machtkampf?

In einer nächtlichen Protestaktion haben FCB-Fans vor Niederlassungen von Basel-Sponsoren Plakate aufgehängt. Am Dienstagnachmittag wurde das Datum des Gerichtstermins zwischen Degen und Burgener bekanntgegeben.

von
Sven Forster
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Vor diversen Sponsoren-Niederlassungen wurden Transparente aufgehängt. 

Vor diversen Sponsoren-Niederlassungen wurden Transparente aufgehängt.

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Damit soll Druck auf die Sponsoren ausgeübt werden. 

Damit soll Druck auf die Sponsoren ausgeübt werden.

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Sie sollen sich im Machtkampf zwischen Degen und Burgener positionieren. 

Sie sollen sich im Machtkampf zwischen Degen und Burgener positionieren.

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Darum gehts

  • Am Dienstagmorgen kam es in Basel zu einem Fan-Protest.

  • Vor Sponsoren-Niederlassungen wurde jeweils ein Transparent aufgehängt.

  • Die Sponsoren haben sich gegenüber 20 Minuten geäussert.

  • Der Machtkampf zwischen Degen und Burgener geht weiter. Sicher bis zum 11. Mai, dann ist der Gerichtstermin.

Das Zivilgericht Basel-Stadt hat den Termin für die Verhandlung im vorsorglichen Massnahmeverfahren in Sachen David Degen gegen Bernhard Burgener festgelegt. Wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst, finden die Verhandlungen am 11. Mai statt. Mindestens bis zu diesem Tag wird der Machtkampf um den FC Basel also andauern.

Am Dienstagmorgen kam es bereits zu einem Fan-Protest. An diversen Sponsoren-Niederlassungen wurde ein Transparent aufgehängt mit der Frage: Was sagt XY zu Basel Dream & Vision?» BD&V steht für Dream and Vision AG. Dies soll nach Plänen des aktuellen Klub-Boss Burgener die neue FCB-Gesellschaft werden. Die Sponsoren sollten so aufgerufen werden, sich gegen die Pläne von Burgener zu stellen.

20 Minuten hat bei den betroffenen Sponsoren nachgefragt. Wie stehen Sie zum Fan-Protest? Bei Feldschlösschen heisst es: «Wir haben mit dem FC Basel ein langjähriges Sponsoring-Engagement und stehen zu unserem Partner in allen Zeiten.» Weitere Auskünfte wird man nicht geben. Ebenso hört es sich bei Novartis an. Mediensprecher Satoshi Sugimoto meint: «Wir stehen nach wie vor zu unserem Sponsoring Engagement und freuen uns auf weitere Erfolge des FC Basel. Zu den laufenden Verhandlungen zwischen den verschiedenen Parteien betreffend der zukünftigen Besitzverhältnisse äussern wir uns als Sponsor nicht.»

«Erwägen keinen Rückzug von unserem Engagement»

Bei der Oettinger Davidoff AG setzt man auf die eigenen Kompetenzen, nämlich die Herstellung und den Vertrieb von Zigarren. Allerdings heisst es auch: «Unabhängig davon freuen wir uns darauf, bald wieder sportliche Erfolgsnachrichten unseres FCB hören zu können.»

PKZ möchte sich nicht zur Protest-Aktion äussern. Sunrise UPC äussert sich ebenfalls nicht zu internen Angelegenheiten. Mediensprecherin Séverine de Rougemont ergänzt jedoch: «Der FC Basel 1893 ist ein strategischer Partner von Sunrise UPC, und wir erwägen keinen Rückzug von unserem Engagement.»

Machtkampf beim FCB

Am Montag teilte der FC Basel mit, dass die Holding AG nicht an David Degen verkauft wird. Der Aktionärsbindungsvertrag erlaube es dem aktuellen FCB-Boss Bernhard Burgener, seine Aktien zusammen mit den Aktien von David Degen zu verkaufen. Kurz gesagt: Burgener zwingt Degen zum Verkauf seiner Aktien, damit er diese gemeinsam mit den eigenen Anteilen an die Dream & Vision AG übertragen kann. Diese neue Gesellschaft soll wiederum von Burgener selbst sowie von der britischen Investmentgesellschaft Centricus gehalten werden.

Degen hält an Vorverkaufsrecht fest

Am späteren Nachmittag folgte die Reaktion aus dem Team Degen. Sein Berater, Dani Büchi, sagt dazu: «David Degen hat das ihm gewährte Vorkaufsrecht rechtskonform ausgeübt. Dieses gilt nach wie vor und David Degen hält daran fest. Er hat einen Anspruch auf die Aktien von Bernhard Burgener.» Zudem ist es Bernhard Burgener aktuell gar nicht möglich, seine Anteile an die Basel Dream & Vision AG zu verkaufen. David Degen ging bereits Ende März gegen die Verkaufsabsichten vor dem Zivilgericht Basel-Stadt vor und erwirkte eine superprovisorische Verfügung gegen Bernhard Burgener, die Basel Dream & Vision AG und die restlichen FCB-Verwaltungsräte, dass Burgeners Anteile aktuell nur an Degen verkauft werden könnten aufgrund des vertraglichen Vorverkaufsrechtes.

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